Die „International Graduate School in Molecular Medicine Ulm“ (IGradU) hat Ende Juni 2026 ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert und zieht eine beeindruckende Bilanz. Seit ihrer Gründung haben 480 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus 37 Ländern an der IGradU promoviert. Dabei erfreuen sich die Absolventinnen und Absolventen nicht nur an hervorragenden Karrierechancen, sondern die Graduiertenschule hat sich auch als exzellente wissenschaftliche Ausbildungsstätte etabliert. Über zwei Drittel der Graduierenden sind Frauen, was die IGradU zu einem Vorreiter in der Förderung von weiblichen Talenten im Bereich der Lebenswissenschaften macht.

Die Feierlichkeiten wurden von Professor Thomas Wirth, Dekan der Medizinischen Fakultät, begleitet, der die IGradU als Eintrittskarte zur wissenschaftlichen Exzellenz der Universität Ulm bezeichnete. Insbesondere hebt die Graduierenzschule ihren innovativen Ansatz hervor: Mit einem englischsprachigen Curriculum und intensiver Betreuung in kleinen Gruppen, in einem herausfordernden Promotionsprogramm, werden die Studierenden optimal auf ihre zukünftigen Karrieren vorbereitet.

Forschungs- und Ausbildungsangebot

Die Themenbereiche, auf die sich die IGradU spezialisiert hat, sind ebenso vielfältig wie entscheidend für die moderne Forschung: Altersforschung, Krebsforschung, Virologie und Traumaforschung stehen im Fokus. Strenge Auswahlverfahren und regelmäßige Evaluationen garantieren dabei hohe Qualitätsstandards, die nicht nur den Studierenden, sondern auch der lebenswissenschaftlichen Forschung an der Universität Ulm zugutekommen.

Professor Peter Gierschik unterstrich während der Feier die Wichtigkeit von Freundschaften und Netzwerken, die während der Ausbildung entstanden sind. Die Graduierungsschule fördert auch internationale Kooperationen, die Möglichkeiten für Doppelpromotionen und intensiven wissenschaftlichen Austausch bieten. Bis 2019 wurde die IGradU von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert; heute wird sie gemeinsam vom Land Baden-Württemberg und der Medizinischen Fakultät unterstützt.

Zusätzlich zu ihrem internationalen PhD-Programm bietet die IGradU auch ein deutschsprachiges Promotionsprogramm sowie ein Kooperationsprogramm mit der Southeast University in Nanjing, China, an. Dies zeigt den weltweiten Ansatz der IGradU in der Ausbildung ihrer Doktorandinnen und Doktoranden.

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Zukünftige Perspektiven und Schulungen

Auf der Suche nach neuen Wegen der Wissensvermittlung und -anwendung wird auch an anderen Orten geforscht und gelehrt. Beispielsweise bietet die Core Unit Bioinformatik, Datenintegration und -Analyse (CuBiDA) an der FAU regelmäßig Workshops und Schulungen an. Der Fokus liegt auf dem schrittweisen Ausbau der Fähigkeiten zur Analyse von Omics-Daten, was die biomedizinische Forschung des Uniklinikums Erlangen unterstützt. Die Workshoptermine für Sommer 2026 sind bereits online und bieten eine wertvolle Gelegenheit zur Weiterbildung für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Kenntnisse vertiefen möchten, um in der schnelllebigen Welt der Medizin Schritt zu halten.

Mit der Erstellung einer Zeitkapsel während der Jubiläumsfeier, in der Postkarten für die Doktorandinnen und Doktoranden des Jahres 2046 hinterlegt wurden, zeigt die IGradU ihr Bestreben, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren. Ihr Erfolg und Innovationsgeist werden die nächsten Generationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sicherlich weiterhin inspirieren.

Informieren Sie sich über weitere Entwicklungen und Veranstaltungen unter den folgenden Links: Ulm Universität und FAU.