Am 21. April 2026 trafen sich ehemalige Mitarbeiter des Lehrstuhls von Prof. Dr. Jan Wilhelm in Passau, um gemeinsam seiner zu gedenken. Dieses Treffen, organisiert von ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeitern, fand an dem Ort statt, an dem Wilhelm von 1980 bis 2010 als Professor für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht tätig war. Prof. Dr. Jan Wilhelm verstarb am 3. April 2025 im Alter von 82 Jahren.

Eva Nistler, die leitende Oberstaatsanwältin, bezeichnete die Versammlung als eine private Initiative, um das Andenken an Wilhelm zu würdigen. Die Organisatoren hatten Kontakt zu zahlreichen ehemaligen Mitarbeitern aufgenommen, soweit Adressen verfügbar waren. An dieser Zusammenkunft wurde ein positives Klima am Lehrstuhl deutlich, das auch in den Erzählungen der Teilnehmer zum Ausdruck kam.

Akademischer Werdegang und Leistungen

Geboren am 4. Dezember 1942 in Danzig, studierte Wilhelm Rechtswissenschaften in Bonn. Während seines Studiums war er Assistent von Prof. Flume und promovierte mit seiner Dissertation zum Recht der ungerechtfertigten Bereicherung. Seine Habilitation im Jahr 1979 beschäftigte sich mit dem Thema „Rechtsform und Haftung bei der juristischen Person“. Prof. Dr. Wilhelm veröffentlichte zahlreiche Beiträge zu den Themen Zivil- und Gesellschaftsrecht, darunter ein umfassendes Lehrbuch zum Sachenrecht, das 2021 in der siebten Auflage erschien, sowie ein Werk zum Kapitalgesellschaftsrecht, das 2020 in der fünften Auflage aufgelegt wurde.

Als Teil der ersten Generation von Juraprofessoren der Universität Passau galt Wilhelm als scharfsinniger Denker, der Floskeln und die vorherrschende Meinung ablehnte. Er war bekannt dafür, seine Studierenden zu eigenständigem Denken zu ermutigen und beharrte darauf, seinen Ruhestand um zwei Jahre hinauszuschieben, um weiterhin Lehre zu halten.

Persönliches und Vermächtnis

Wilhelm hinterlässt nicht nur eine Akademikerlaufbahn voller Erfolge, sondern auch eine große Lücke im Leben seiner Familie und seiner Fachkollegen. Er hinterlässt seine Ehefrau und fünf erwachsene Kinder. An seiner Alma Mater war er den Kollegen stark verbunden, wirkte mehrere Jahre als Dekan und lehnte ein Angebot der Berliner Universität im Jahr 1985 ab. Für viele war er ein gerechter, humorvoller und hilfsbereiter Mensch, der seine Studierenden gut behandelte und häufig am Klavier Bach spielte, um sich zu entspannen.

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Das Gedenken an Prof. Dr. Jan Wilhelm endet nicht mit diesem Treffen, denn im Rahmen des Universitätsjubiläums 2028 ist bereits ein weiteres Zusammentreffen geplant. Ehemalige Weggefährten möchten sich nochmals versammeln, um gemeinsam die Errungenschaften und das Wirken ihres Kollegen zu ehren und den positiven Einfluss, den er auf viele hatte, lebendig zu halten. Die besondere Verbindung, die Wilhelm zur Universität aufbaute, bleibt in den Herzen seiner ehemaligen Kollegen und Studierenden erhalten.

uni-passau.de berichtet, dass …

jura.uni-passau.de meldet, dass …