Indische Doktorandinnen starten Forschungsabenteuer in Chemnitz!
Heute, am 26. Juni 2026, begrüßt die Technische Universität Chemnitz drei indische Doktorandinnen, die im Rahmen des „Saxon Student Mobility Programme“ für einen Zeitraum von drei Monaten an der Hochschule arbeiten werden. Barsha Santra, Chandrani Sanyal und Deepanwita Dey stammen vom Indian Institute of Technology (IIT) in Bhilai und nutzen diesen Aufenthalt, um intensiv an ihren Promotionsprojekten zu arbeiten.
Die drei Forscherinnen wurden von Prof. Dr. Cecile Sandten während eines Workshops am IIT Bhilai im Februar 2025 kennengelernt. Ihre Bewerbung wurde durch die Unterstützung von Prof. Sandten und der Betreuer am IIT Bhilai erleichtert. Die Erfahrung an der Technischen Universität Chemnitz ist durchweg positiv. Die engagierten Mitarbeiter und die gute Vernetzung mit anderen Forschern ermöglichen ihnen wertvolle Einblicke und Chancen für ihre Forschungsarbeit.
Intensive Forschungsarbeit und internationale Vernetzung
Das Saxon Student Mobility Programme, das von der Sächsischen Staatsregierung ins Leben gerufen wurde, fördert nicht nur indische Studierende, sondern auch solche aus Taiwan, Chile, Vietnam, Usbekistan und der Mongolei. Es bietet finanzielle Unterstützung für Reisekosten, Unterkunft, tägliche Ausgaben, Bücher und ein Deutschlandticket. Gleichfalls erhalten die Studierenden Zugang zu Bibliotheken, Vorlesungen und umfangreichen Ressourcen, die den Austausch von Ideen fördern.
Die Promotionsprojekte der indischen Doktorandinnen sind äußerst vielfältig und zielen darauf ab, relevante gesellschaftliche Themen zu erforschen. Chandrani Sanyal untersucht die literarische Darstellung von Erinnerungen an die Teilung Indiens in Texten nach 2010. Barsha Santra hingegen analysiert die Umweltkrise in der zeitgenössischen Küstenliteratur und deren Auswirkungen auf Küstengemeinschaften. Deepanwita Dey arbeitet an einer Dissertation über das Thema Wahnsinn in zeitgenössischer indischer Literatur und dessen Einfluss auf gesellschaftliche Normen.
Erweiterung des Mobilitätsprogramms und internationaler Austausch
Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus hat zudem angekündigt, die Mobilitätsprogramme weiter auszubauen. Ab der nächsten Runde sind Chile und Vietnam neu hinzugenommen worden. Das Saxon Science Ambassador Program (SSAP) unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von sächsischen Hochschulen bei internationalen Konferenzen und Kooperationsgesprächen.
Die TU Chemnitz ist für die Koordination der Saxon Science Liaison Offices (SSLO) in Chile verantwortlich. Sie spielt eine entscheidende Rolle in den Bemühungen, Sachsen als attraktives Arbeitsumfeld für internationale Fachkräfte zu präsentieren. Seit dem Start des Programms im Juni 2024 konnten bereits 161 Personen im Austausch mit Indien und Taiwan unterstützt werden, darunter 55 sächsische Studierende, die nach Indien und Taiwan reisen, sowie 55 taiwanesische und 38 indische Studierende, die nach Sachsen kommen.
Die positive Erfahrung der indischen Doktorandinnen zeigt exemplarisch die Chancen, die der internationale Austausch mit sich bringt. Sie haben nicht nur die Gelegenheit, ihre Forschung voranzutreiben, sondern auch die deutsche Sprache in einem alltäglichen Kontext zu erleben. Die Hilfsbereitschaft der Chemnitzer Bürger und die unerwarteten vielen Grünflächen, wie etwa der Schlossteich, haben ihren Aufenthalt zusätzlich bereichert.
Mit diesen Programmen wird der wissenschaftliche Austausch zwischen Sachsen und den Partnerländern weiter gefördert, um ein Netzwerk aufzubauen, das für alle Beteiligten von Vorteil ist. Das Engagement von Hochschulen wie der TU Chemnitz ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Internationalisierung der Wissenschaft in Deutschland.
