Am 26. Juni 2026 wurden an der Universität Osnabrück herausragende Leistungen in der akademischen Lehre gewürdigt. Prof. Dr. Lilian Weber, Prof. Dr. Helena Olfert und Noah Kahmen wurden mit dem Hans Mühlenhoff-Preis für gute akademische Lehre ausgezeichnet. Diese Initiative, die von der Universität Osnabrück und der Hans Mühlenhoff-Stiftung ins Leben gerufen wurde, betont die Wichtigkeit von exzellenter Lehre für erfolgreiche Studienverläufe.

Der Hans Mühlenhoff-Preis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert und teilt sich in 2.500 Euro für den ersten Platz, 1.500 Euro für den zweiten und 1.000 Euro für den dritten Platz auf. Prof. Dr. Jochen Oltmer, Vizepräsident für Studium und Lehre, hob in seiner Ansprache die Bedeutung von Kreativität und Austausch in der Lehre hervor. Die Nominierungen stammen aus dem Kreis der Studierenden, die insgesamt 23 Lehrende vorschlugen.

Die Ausgezeichneten und ihre Leistungen

Prof. Dr. Lilian Weber, neue Inhaberin der Professur für „Cognitive Modeling“, wurde als Erstplatzierte ausgezeichnet. Ihre Nominierung begründeten Studierende mit ihrer wissenschaftlichen Aktualität, didaktischen Klarheit und der Fähigkeit, eigenständiges Denken zu fördern. Besonders hervorgehoben wurde ihr Projekt zur Einrichtung eines Labors für transkranielle fokussierte Ultraschallforschung.

Prof. Dr. Helena Olfert erhielt den zweiten Platz für ihre Lehrtätigkeit im Fach „Deutsch als Zweitsprache“. Seit 2024 lehrt sie an der Universität Osnabrück und wurde für die klare Strukturierung ihrer Veranstaltungen sowie die Verbindung mit gesellschaftlichen Entwicklungen lobend erwähnt. Ihr Seminar zur Sprachlernassistenz in Osnabrück, bei dem Studierende selbst DaZ-Unterricht gestalten, ist ein Beispiel für ihre Praxisnähe.

Noah Kahmen, Lehrbeauftragter am Institut für Geographie, nahm den dritten Preis entgegen. Seine Seminare in der Geographiedidaktik, insbesondere das Seminar „Game-Based Learning im Geographieunterricht“, wurden von den Studierenden als besonders anregend empfunden. Durch innovative Lehrmethoden gelingt es ihm, die Inhalte zugänglich und spannend zu vermitteln.

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Das Konzept hinter dem Preis

Die Preise sollen nicht nur die Qualität der Lehre belohnen, sondern auch die Integration von Forschung in die Lehrprozesse sowie die Aktualität und Strukturierung der Inhalte fördern. Die Studierenden spielen hierbei eine zentrale Rolle bei der Auswahl der Preisträger. Die Nominierten müssen sich darüber hinaus durch einen umfassenden Lehrstil auszeichnen, der sowohl kreative Prüfungsformen als auch eine effektive Verbindung zur Berufspraxis umfasst, wie die Hans Mühlenhoff-Stiftung ausführlich darlegt.

Eine Vielzahl von Lehrenden war für den Preis nominiert, darunter renommierte Professuren aus den Fachbereichen Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Wirtschaftswissenschaften. Die vollständige Liste der Nominierten zeigt die Breite und Vielfalt der ausgezeichneten Lehrpersönlichkeiten. Dieses System der Nominierung und Auszeichnung fördert nicht nur das Engagement der Studierenden, sondern auch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Lehrqualität.

Hochschulen sind entscheidend für die Fachkräftesicherung und den Innovationsstandort Deutschland. Jährlich beginnen etwa eine halbe Million junger Menschen ein Studium; die Qualität der akademischen Lehre hat daher unmittelbaren Einfluss auf die zukünftige gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung, wie durch das Bundesministerium für Forschung unterstrichen wird. Im Rahmen des Zukunftsvertrages Studium und Lehre wird angestrebt, die akademische Bildung dauerhaft zu verbessern und die Hochschulen als Treiber des digitalen Wandels zu positionieren.

Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass die Universität Osnabrück mit dem Hans Mühlenhoff-Preis ein wichtiges Zeichen setzt: Gute Lehre ist nicht nur anerkennenswert, sondern auch essenziell für die Entwicklung hochwertiger Studienabschlüsse und letztlich für die Zukunft der akademischen Ausbildung in Deutschland.