Am 8. Juni 2026 werden an der Universität Bremen und der Hochschule Bremen zwei vielversprechende Initiativen in eine neue Förderphase übergehen. Ziel dieser Initiativen ist es, Forschungsergebnisse gezielt zur Anwendung zu bringen. Hierfür erhalten beide Projekte etwa sechs Millionen Euro für die kommenden drei Jahre. Diese Initiativen sind Teil der bundesweit geplanten zwölf Programme im Rahmen der Programmreihe „T!Raum“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Die beiden geförderten Projekte sind die Initiative „#MOIN – Modellregion Industriemathematik“ sowie der „TCALL – Transfercluster Akademischer Lehrpflegeeinrichtungen in der Langzeitpflege“. Die Koordination dieser Initiativen erfolgt sowohl an der Universität Bremen als auch an der Hochschule Bremen.

Die Initiative #MOIN – Modellregion Industriemathematik

Die Initiative „#MOIN“ wird durch das Zentrum für Industriemathematik der Universität Bremen getragen. Ihr Hauptfokus besteht darin, die Innovationskraft der Mathematik für die Gesellschaft und Industrie zu nutzen. Geplant sind unter anderem Forschungstage für Schulklassen sowie umfangreiche Kooperationsmöglichkeiten für Unternehmen. Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation der Freien Hansestadt Bremen und die BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven sind wichtige Partner in der Initiative.

Das primäre Ziel der zweiten Förderphase ist die Vertiefung der Zusammenarbeit mit regionalen Partnern sowie eine fokussierte Öffentlichkeitsarbeit. „Industriemathematik löst konkrete Probleme und hat Innovationspotenzial“, betont Prof. Dr. Christof Büskens. Diese Disziplin ist besonders bedeutend für Schlüsselbranchen wie die maritime Wirtschaft, die Luft- und Raumfahrt sowie die Logistik.

Die Initiative TCALL – Transfercluster Akademischer Lehrpflegeeinrichtungen in der Langzeitpflege

Die zweite Initiative, „TCALL“, hat das Ziel, eine stabile Innovations- und Transferstruktur für die Langzeitpflege in Bremen aufzubauen. Diese Maßnahme ist besonders relevant angesichts des steigenden Anteils pflegebedürftiger Menschen und des bestehenden Mangels an Fachkräften in der Pflege. Um neue Ansätze zu erproben und zu evaluieren, werden in den so genannten „Akademischen Lehrpflegeeinrichtungen“ verschiedene soziale, organisatorische und technische Neuheiten getestet.

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Zu den konkreten Aktivitäten gehören unter anderem Pflegemanagement-Coachings und die Einführung sprachgesteuerter Pflegedokumentationssysteme. Die Initiative wird durch die Universität Bremen und die Hochschule Bremen in Zusammenarbeit mit Praxispartnern getragen, darunter die Institutionen SOCIUM, IPP, ZeMKI (Universität Bremen) und ZePB (Hochschule Bremen). Prof. Dr. Heinz Rothgang hebt die Notwendigkeit stabiler Strukturen zur Entwicklung und Evaluation in der alltäglichen Versorgung hervor. Gleichzeitig erklärt Claudia Bernhard, dass TCALL ein Beispiel dafür ist, wie Innovationen in die Praxis umgesetzt werden können.

Beide Initiativen tragen zum Wissenschaftstransfer und zur Anwendung mathematischer sowie innovativer Ansätze in der Gesellschaft bei. Unternehmen können von der mathematischen Expertise profitieren, während Studierende die Möglichkeit erhalten, praktische Lösungen in Zusammenarbeit mit der Industrie zu erarbeiten. Zudem werden Lehrkräfte und Schüler*innen durch verschiedene Angebote unterstützt, was die Verbindung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft stärkt.

Für weitere Informationen stehen Dr. Kerstin Ksionzek von der Universität Bremen und Stefan Wollnik von der Hochschule Bremen zur Verfügung. Interessierte können Dr. Ksionzek unter +49 421 218 63865 oder per E-Mail an kerstin.ksionzek@uni-bremen.de erreichen. Stefan Wollnik ist unter +49 424 5905 6779 oder per E-Mail an stefan.wollnik@hs-bremen.de erreichbar.

Für weitere Details über die Initiative „#MOIN“ und dessen Aktivitäten verweisen wir auf moin-mathe.de, wo auch aktuelle Veranstaltungen und Projekte vorgestellt werden.

Die Initiativen sind entscheidend für die Zukunft in Bereichen, die sowohl technologische als auch gesellschaftliche Herausforderungen adressieren.