Alumni der Universität Stuttgart haben 2021 das Unternehmen sereact gegründet, das sich mit der Entwicklung intelligenter Robotiklösungen in einer stark umkämpften Branche befasst. Fünf Jahre nach der Gründung hat sereact bereits mehr als 100 Mitarbeiter*innen in Europa und den USA. Professor Alexander Brem, Prorektor für Transfer und Internationales an der Universität Stuttgart, hebt die hervorragenden Möglichkeiten in der Stuttgarter Region für Innovationen hervor und betont die Bedeutung des Technologietransfers.

Gulde, einer der Gründer von sereact, lobt den Technologietransfer der Universität Stuttgart als entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Die Gründer möchten andere ermutigen, ebenfalls den Schritt zur Unternehmensgründung zu wagen. Sie sind überzeugt, dass sie den Gründen für ihr Start-up jederzeit wieder folgen würden.

Herausforderungen beim Wissenstransfer in Deutschland

Trotz einer starken Forschungslandschaft sieht Deutschland Herausforderungen im Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die praktische Anwendung. Das Bundesforschungsministerium hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Umwandlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Innovationen zu fördern. Vorgesehen ist, Lösungen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu entwickeln und den Wirtschaftsstandort international wettbewerbsfähig zu machen.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Vorhabens ist die Förderung von Netzwerken aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft, um innovative Ökosysteme zu schaffen. Neben der technologie- und themenoffenen Förderung unterstützt das Ministerium auch innovative Geschäftsmodelle und Ausgründungen. Beispielsweise fördert das Clusters4Future-Programm seit 2019 14 Netzwerke in verschiedenen Innovationsfeldern.

Beispiele für erfolgreiche Innovationsnetzwerke

Eines dieser Netzwerke, der Ocean Technology Campus Rostock, entwickelt nachhaltige Meerestechnologien unter Berücksichtigung von Arten- und Klimaschutz. In diesem Kontext arbeiten Experten aus Küsten-, Polar- und Meeresforschung, Ingenieurwissenschaften und Informatik zusammen und bauen internationale Partnerschaften auf, unter anderem mit Kanada.

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Ein weiteres Beispiel ist der Forschungscampus STIMULATE in Magdeburg, der neue Methoden für bildgeführte minimalinvasive Medizin entwickelt hat. Das STIMULATE-Team gewann im Juni 2023 den Hugo-Junkers Preis für das innovativste Projekt der angewandten Forschung, was die Effizienz dieser Netzwerke unterstreicht. Städte und Unternehmen am Forschungscampus haben erfolgreich neue Produkte entwickelt und diverse Wirtschaftspreise gewonnen.

Insgesamt intensivieren diese Netzwerke den Austausch von Wissen und Technologien und unterstützen nachhaltige Lösungen in komplexen Forschungsfeldern. Rund 140 Forschungseinrichtungen entwickeln Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen, dabei arbeiten über 400 innovative Unternehmen an der anwendungsorientierten Forschung. Mehr als 30 Ausgründungen zeigen die erfolgreiche Überführung neuer Ideen in die Gesellschaft.

uni-stuttgart.de berichtet, dass sereact ein Musterbeispiel für den erfolgreichen Technologietransfer ist, während das bmftr.bund.de darauf hinweist, wie wichtig Innovationsökosysteme für die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Kontext sind.