Am 4. Mai 2026 kündigte die Boehringer Ingelheim Stiftung die Finalisten des renommierten Boehringer-Ingelheim-Preises 2026 an. Diese Auszeichnung ehrt innovative Wissenschaftler im Rhein-Main-Gebiet, die sich durch exzellente Grundlagenforschung auszeichnen. Die Preisverleihung findet am 30. Juni in Ingelheim am Rhein statt.

In diesem Jahr stehen drei herausragende Nachwuchswissenschaftler im Fokus: Dr. Taniya Chakraborty und Dr. Julian Wagner von der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie Josef Shin, MD PhD von der Universitätsmedizin Mainz. Jeder der Finalisten erhält ein Preisgeld von 5.000 EUR für eine herausragende wissenschaftliche Publikation, während der Hauptpreis mit 55.000 EUR für eine kreative Forschungsidee dotiert ist.

Die Finalisten im Detail

Dr. Taniya Chakraborty leitet seit März 2025 eine Juniorforschungsgruppe im Fachbereich Biochemie, Chemie und Pharmazie. Ihre Forschung im Bereich der synthetischen Biologie konzentriert sich auf die Nutzung von RNA-Origami zur Erzeugung von Zellstrukturen. Dies könnte weitreichende Anwendungen in der Biomedizin haben.

Josef Shin, MD PhD, ist Assistenzarzt und Neurowissenschaftler an der Universitätsmedizin Mainz. Seine Forschung zu Autoimmunerkrankungen des Nervensystems, insbesondere der Multiplen Sklerose, hat einen wichtigen Zusammenhang zwischen B-Lymphozyten und Nervenzellschädigung herausgearbeitet. Diese Erkenntnisse könnten neue Ansätze für Therapien liefern.

Dr. Julian Wagner ist Juniorgruppenleiter am Institut für kardiovaskuläre Regeneration. Sein bedeutendes Forschungsprojekt hat das Protein ZBTB16 als Regulator der Herzalterung identifiziert. Die Ergebnisse zeigen, dass ZBTB16 einen Einfluss auf die Alterung des Herzendothels hat, was potenziell weitreichende therapeutische Implikationen hat.

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Der Preis und dessen Bedeutung

Der Boehringer-Ingelheim-Preis ist eine besondere Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Region. Eine unabhängige Jury aus acht internationalen Wissenschaftlern, geleitet von Professor Dr. Peter B. Becker von der Ludwig-Maximilians-Universität München, wählte die Finalisten aus. Die Boehringer Ingelheim Stiftung, die 1977 von Hubertus Liebrecht gegründet wurde, fördert medizinische, biologische, chemische und pharmazeutische Wissenschaft und unterstützt exzellente Forschende in entscheidenden Karrierephasen.

Eine der Hauptaufgaben der Stiftung liegt in der Unterstützung institutioneller Projekte in den Lebenswissenschaften, die für die Entwicklung innovativer Therapieansätze von zentraler Bedeutung sind. Durch solche Initiativen werden wichtige Impulse für die Forschung und Entwicklung in der Region gegeben.

Für weitere Informationen zu den Finalisten und der Preisverleihung besuchen Sie unimedizin-mainz.de oder erfahren Sie mehr über die Unterstützungsangebote der Stiftung unter bistiftung.de.