Heute ist der 27.05.2026
Datum: 27.05.2026 – Source 1 ():
– Universität Paderborn und Karlsruher Institut für Technologie setzen Zusammenarbeit im Projekt „ZuPro II“ fort.
– Projekt wird vom Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn und dem Institut für Produktentwicklung (IPEK) am KIT durchgeführt.
– Ziel: Untersuchung der Vernetzung von Zielen und Randbedingungen über Planungsebenen und Produktgenerationen in Produktportfolios.
– Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund 500.000 Euro über zwei Jahre gefördert.
– Schwerpunkt 1: Planung von Produktportfolios über mehrere Produktgenerationen.
– Analyse stabiler und dynamischer Ziele sowie Unterschiede zwischen Produktgenerationen.
– Schwerpunkt 2: Planung von Produktportfolios über mehrere Planungsebenen.
– Konkrete Zieldefinition von Produktlinie über Produktfamilie bis zu Produktvarianten und Subsystemen.
– Beispiel: Elektrofahrzeuge eines Herstellers, wo Ziele von abstrakt (Plattformarchitektur) zu konkret (Reichweite, Kosten) heruntergebrochen werden.
– Ziel: Konsistente Verknüpfung von Zielen über verschiedene Ebenen, um Auswirkungen von Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.
– Forscher identifizieren relevante Zielgrößen und analysieren aktuelle Umsetzungen in Unternehmen.
– Entwicklung von Handlungsempfehlungen, Design-Prinzipien und Vorgehensmodellen, die in einer Validierungsstudie überprüft werden.
– Ziel von „ZuPro II“: Unterstützung von Unternehmen bei strategischen Entscheidungsprozessen und kohärente Ausrichtung von Produktportfolios.
Source 2 ():
– Fachliche Zuordnung: Konstruktion, Maschinenelemente, Produktentwicklung
– Förderung seit: 2020
– Projektkennung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 437943992
– Im Entwicklungsumfeld erfolgt die Weiterentwicklung von Produktportfolios nicht exakt entlang langfristiger strategischer Planungen.
– Strategische Planung steht einem volatilen Umfeld gegenüber.
– Auslöser für die Weiterentwicklung: neue Kundenbedürfnisse, technologischer Wandel.
– Zentrale Herausforderung: Synchronisation der Ebenen und Ausrichtung auf ein durchgängiges Zielsystem.
– Ziel: Vernetzung von Zielen und Randbedingungen über verschiedene Abstraktionsebenen und Systemgenerationen.
– Mit steigendem Planungshorizont erhöhen sich Unsicherheiten bezüglich neuer Produktlinien und Produktfamilien.
– Entwickler*innen haben hohe Gestaltungsfreiheit, jedoch Unsicherheiten über Leistungsfähigkeit und Realisierbarkeit neuer Generationen.
– Spannungsfeld führt zu Unschärfen bezüglich Markteintrittszeitpunkt und erwarteter Leistungsfähigkeit.
– Ziel des Projekts: Analyse der strukturell und zeitlich konsistenten Weiterentwicklung und Entwicklung geeigneter Ansätze zur Unterstützung der Zielsystembildung für generationenübergreifende Entwicklung von Produktportfolios.
– DFG-Verfahren: Sachbeihilfen.
Source 3 ():
– Die Strategische Produktplanung (SPP) muss sich aktuellen Herausforderungen wie Kreislaufwirtschaft, digitale Geschäftsmodelle und Interdisziplinarität stellen.
– Etablierte Vorgehensmodelle sind nur bedingt auf Produkt-Service-Systeme anwendbar.
– Ein neues Modell der SPP wird vorgestellt, basierend auf einer Analyse von 230 existierenden SPP-Ansätzen.
– Das Modell integriert digitale Zwillinge zur kontinuierlichen Informationsrückführung aus dem gesamten Produktlebenszyklus.
– Dies ermöglicht vorläufige Produktüberwachung und dynamische Anpassung der SPP.
– Der Ansatz ist agil und iterativ, bestehend aus fünf zyklischen Kernaktivitäten, strukturiert durch fünf Kontrollpunkte.
– Frühzeitige Berücksichtigung der Kreislauffähigkeit fördert ressourcenschonende Produkte und Produktionsprozesse.
– Das Modell ist zukunftsfähig und branchenübergreifend anwendbar.
– Klassische SPP-Modelle basieren auf Vorgehensmodellen aus den 80er Jahren, die nicht auf moderne Trends eingehen.
– Wichtige Trends sind Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, digitale Geschäftsmodelle und Interdisziplinarität.
– Die Verzahnung von Mechanik, Elektrik/Elektronik und Software in mechatronischen und Cyber-Physischen Systemen (CPS) erfordert höhere Interdisziplinarität.
– Hybride Leistungsbündel und Produkt-Service-Systeme gewinnen an Bedeutung.
– Digitale Zwillinge ermöglichen die Sammlung und Analyse von Informationen aus allen Phasen des Produktlebenszyklus.
– Änderungsbedarfe für SPP-Modelle umfassen Flexibilität, Informationszirkularität und frühzeitige Betrachtung von Nachhaltigkeit.
– Die SPP bildet das Bindeglied zwischen Unternehmensstrategie und Entwicklungsauftrag.
– Der Produktentstehungsprozess umfasst fünf Phasen: Strategische Produktplanung, Produktentwicklung, Realisierung, Betrieb und Außerbetriebnahme.
– Das neue Modell der SPP besteht aus fünf zyklisch angeordneten Aktivitäten: Ziele bilden, Zukunft analysieren, Ideen entwickeln, Konzept entwickeln, Zielerreichung bewerten.
– Die Produktüberwachung ergänzt die SPP durch kontinuierlichen Informationsaustausch.
– Fünf Kontrollpunkte bewerten die Reife der Produktidee bis zum umsetzungsreifen Entwicklungsauftrag.
– Artefakte der SPP müssen in ausreichendem Detaillierungsgrad vorliegen, um die Kontrollpunkte zu erfüllen.
– Der erste Kontrollpunkt umfasst die Definition eines Zielbilds und alternativer Zukunftsbilder.
– Der zweite Kontrollpunkt umfasst die Ideensammlung, die auf zuvor entwickelten Suchfeldern basiert.
– Der dritte Kontrollpunkt ist die Ideenauswahl, bei der technische und wirtschaftliche Machbarkeit nachgewiesen werden muss.
– Der vierte Kontrollpunkt ist der Entwicklungsauftrag, der zentrale Artefakte wie Machbarkeitsanalyse und Geschäftsmodell zusammenführt.
– Das Modell ermöglicht eine flexible Anwendung und spätere Einstiege in die SPP.
– Die Berücksichtigung der Lebenszyklusperspektive fördert Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.
– Das Modell ist generisch und kann in verschiedenen Branchen angewendet werden.
– Der Beitrag entstand im Rahmen des Projekts „Decide4ECO“, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.