In Deutschland hat ein innovatives Gründerteam ein neues Verfahren zur schonenden Verarbeitung von pflanzlichen Lebensmitteln und Arzneistoffen entwickelt. Pinar Sahbaz, Florian Lohkamp und Ahmed Erciyaz haben ein neuartiges Mahlverfahren entworfen, das darauf abzielt, wertvolle Inhaltsstoffe von Teeblättern für die Herstellung von Matcha zu erhalten. Herkömmliche Produktionsmethoden sind oft ineffizient, da sie durch Erhitzen und Oxidation diese wichtigen Bestandteile verlieren, was die Qualität der Endprodukte beeinträchtigt. Die neueste Erfindung könnte somit einen bedeutenden Fortschritt in der Lebensmittelverarbeitung darstellen, insbesondere in Bezug auf die frische Herstellung von Matcha zu Hause oder in Cafés. Laut news.rub.de erhielt das Gründungsteam ein EXIST-Gründungsstipendium in Höhe von 113.000 Euro für das erste Jahr.

Das Team, das sich aus langjährigen Freunden zusammensetzt, hat sich bereits in Schulzeiten kennengelernt und anschließend, nach dem Abitur, verschiedene Studienrichtungen eingeschlagen. Pinar Sahbaz bringt ihre Expertise aus dem Bereich Sales Engineering und Product Management mit, während Florian Lohkamp sich mit Taxation beschäftigt hat und Ahmed Erciyaz Kenntnisse in der Fahrzeugtechnik hat. Das Konzept für die neue Mühle wurde ursprünglich im Rahmen eines EXIST-Women-Stipendiums entwickelt. Sie erhalten Unterstützung von Experten wie Sven Maihöfer, Annabelle Beyer und Christiane Jonietz von der Worldfactory sowie Dr. Jonathan Lenz und Prof. Dr. Sebastian Weber, die ihnen bei Metall-3D-Druck und Werkstofftechnik beratend zur Seite stehen.

Verhaltene Erfolge und zukünftige Pläne

Bereits seit November 2025 haben fünf Teams der Ruhr-Universität erfolgreich um EXIST-Gründungsstipendien geworben. Bemerkenswert ist, dass alle Teams aus Frauen bestehen, die zuvor bereits von der EXIST-Women-Förderung profitiert hatten. Das Gründungsteam plant, am 23. Juni 2026, seine Entwicklungen auf der IDEA.2026 in der Bochumer Rotunde zu präsentieren. Mit der Unterstützung ihrer Mentoren und der Worldfactory wird das Team kontinuierlich an der Verfeinerung ihrer Idee arbeiten. Ein erster Prototyp, der durch 3D-Druck gefertigt werden soll, steht bereits in den Startlöchern.

Die Kontaktaufnahme zu potenziellen Kunden ist bereits aktiv, und das Team strebt eine Patentierung ihrer neuartigen Mahltechnik an. Dies könnte nicht nur eine bedeutende wirtschaftliche Chance darstellen, sondern auch das Potenzial haben, die Lebensmittelverarbeitung nachhaltig zu revolutionieren.

Erleichterte Gründung durch das EXIST-Programm

Das EXIST-Programm, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) unterstützt wird, hat in letzter Zeit verschiedene Änderungen erfahren, um die Gründungsförderung zu vereinfachen und effizienter zu gestalten. Eine Entbürokratisierung der Förderprozesse wurde vorgenommen, um eine zeitgemäße, praxisnahe und gründungsfreundliche Umgebung zu schaffen. Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann betont die Wichtigkeit klarer Prozesse und schneller Entscheidungen für Gründer. Das Programm ermöglicht unter anderem die digitale Antragstellung und verringert den Umfang an erforderlichen Antragsunterlagen erheblich. Weitere Verbesserungen beinhalten pauschale Anträge für Sachmittel sowie eine Reduktion von Auflagen, die die Projektdurchführung erheblich vereinfachen. Dies alles wird betrieben, um die Gründung innovativer Ideen zu fördern und den Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte voranzutreiben, wie auf bundeswirtschaftsministerium.de erläutert wird.

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Das EXIST-Programm spielt somit eine zentrale Rolle nicht nur für das Gründungsteam um Sahbaz, Lohkamp und Erciyaz, sondern für viele andere innovative Initiativen in Deutschland. Die optimierten Rahmenbedingungen könnten dazu beitragen, noch mehr kreative Ansätze zu unterstützen und zur Stärkung der deutschen Start-up-Landschaft beizutragen.