Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd hat heute einen bedeutenden Schritt in Richtung internationaler Zusammenarbeit vollzogen. In einer feierlichen Zeremonie wurde eine Kooperationsvereinbarung mit der Rhodes University in Makhanda, Südafrika, unterzeichnet. Diese Vereinbarung zielt darauf ab, Forschung, Lehre und internationale Mobilität zu stärken. Der Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla-Dimitrov, und der Vice-Chancellor der Rhodes University, Prof. Dr. Sizwe Mabizela, setzten damit ein Zeichen für die enge Verbindung zwischen den beiden Institutionen.
Die Unterzeichnung fand im Rahmen einer internationalen Summer School zum Thema Stellenwertverständnis statt, die von Prof. Dr. Silke Ladel geleitet wurde. Forschende und Studierende aus verschiedenen Ländern nahmen an diesem Austausch teil. Ziel der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Forschung zum Stellenwertverständnis, eine fundamentale Kompetenz für erfolgreiches Mathematiklernen. Die Entwicklung eines belastbaren Netzwerks steht im Fokus, das durch gegenseitige Gastdozenturen, gemeinsame Lehrveranstaltungen und den Austausch von Studierenden gefördert werden soll.
Förderung von Bildung und sozialer Verantwortung
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Kooperation sind Schulbesuche in Makhanda, die Einblicke in den dortigen Mathematikunterricht und den Austausch mit Lehrkräften ermöglichen. Diese Aktivitäten sind Teil des BWSplus-Projekts „Mathe digital: Förderung des Stellenwertverständnisses mithilfe digitaler Medien in Südafrika und Deutschland“, welches von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert wird. Die Partnerschaft unterstreicht die gesellschaftliche Verantwortung von Hochschulen und deren Engagement in der Gemeinschaft vor Ort.
Darüber hinaus wird die Kooperation perspektivisch durch Programme wie das DAAD-Projekt „Act & Reflect Smart: STEM Education in Motion“ erweitert. Dr. Monika Becker vom International Office begleitet den Ausbau dieser Zusammenarbeit. Prof. Dr. Katja Lenz hat sich ebenfalls an der fachlichen Gestaltung der Summer School beteiligt, die die Grundlage für zukünftige Austauschformate, gemeinsame Lehrangebote und Forschungsprojekte bilden soll.
Internationalisierung als Schlüssel zum Erfolg
Die Internationalisierung der Hochschulen gewinnt zunehmend an Bedeutung, um die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des deutschen Hochschulstandorts zu sichern. Laut BMFTR gab es im Jahr 2023 insgesamt 18.153 internationale Kooperationen zwischen 312 deutschen Hochschulen. Der Bund und die Länder haben bereits im Sommer 2024 eine Strategie zur Internationalisierung verabschiedet, die verschiedene Ziele verfolgt, um die Integration und den Verbleib internationaler Studierender zu fördern.
Diese Maßnahmen stehen im Kontext eines kontinuierlich steigenden Interesses an Studienmöglichkeiten in Deutschland. Die Statistiken zeigen, dass die Anzahl der Bildungsausländerinnen von 2008 bis 2023 stetig gestiegen ist, was das wachsende internationale Interesse an deutschen Hochschulen widerspiegelt.
Die bisherigen Erfolge der Internationalisierung in Deutschland, kombiniert mit der neuen Kooperation zwischen der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und der Rhodes University, zeigen, wie Bildung internationale Grenzen überwinden und zum kulturellen Austausch beitragen kann. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Perspektiven sich aus dieser nachhaltigen Partnerschaft entwickeln werden.