Die Universität Erfurt wird am Dienstag, den 23. Juni 2026, ein wichtiges Event veranstalten: „Tacheles mit Simson“. Angesiedelt in zwei Pavillons auf dem Campus, zielt die Veranstaltung darauf ab, Lehramtsstudierende für die Prävention von Antisemitismus zu sensibilisieren. Prof. Dr. Katharina Waldner hat diese Aktion ins Leben gerufen und ermutigt alle Interessierten zur Teilnahme.

Das Programm wird sowohl Live-Musik als auch verschiedene Bildungsangebote rund um das Thema Judentum beinhalten. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an angehende Lehrkräfte, die sich mit den Herausforderungen von Antisemitismus in schulischen Kontexten auseinandersetzen müssen. Die Simson-Mopeds, die als Teil der Veranstaltung präsentiert werden, sind ein interessantes Relikt aus der DDR-Zeit und stammen von einem jüdischen Brüderpaar aus Suhl. Ursprünglich im 19. Jahrhundert zur Waffenproduktion gegründet, hat die Marke nun eine kulturelle Bedeutung erlangt, die sich auch in der Veranstaltung widerspiegelt.

Verbindung von Kultur und Bildung

Ein zentrales Merkmal der Veranstaltung ist die Verbindung von jüdischer Kultur mit Alltagskultur. Begriffe wie „Kaff“, „Tacheles“, „Zocken“, „Mischpoke“ und „Schlamassel“ zeichnen dessen Einfluss aus dem Hebräischen und Jiddischen nach. Diese interkulturellen Elemente sollen den Teilnehmenden helfen, ein besseres Verständnis für die Thematik zu entwickeln und dazu anregen, sich aktiv mit Vorurteilen und Diskriminierung auseinanderzusetzen.

Zusätzlich wird in der Bildungspolitik in Thüringen viel unternommen, um Antisemitismus zu thematisieren. Das Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) hat zahlreiche Bildungsprogramme entwickelt, die sowohl Lehrer*innen als auch Schüler*innen unterstützen sollen. Darunter fällt auch das Unterrichtsmaterial „Antisemitismus? Gibt’s hier nicht. Oder etwa doch?“, das für die 8. Klassenstufe erhältlich ist.

Zusammenarbeit und Zielsetzungen

KOAS, das seit seiner Gründung im Jahr 2014 in Berlin bundesweit agiert, arbeitet eng mit verschiedenen Institutionen zusammen, um das Bewusstsein für Antisemitismus zu schärfen. So geschieht auch die aktuelle Zusammenarbeit im Kooperationsverbund Antisemitismus (KOVA), der ab Januar 2025 unter dem Förderprogramm „Demokratie Leben!“ des BMBFSFJ gefördert wird.

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Zur Unterstützung der Antisemitismuskritik werden vor allem Fachkonferenzen, Studienberichte und Veranstaltungen angeboten. Interessierte können Vorträge, Workshops und Seminare anfragen, um ihre Kenntnisse im Bereich Antisemitismus zu vertiefen. Aktuelle Themen werden auch in Newslettern behandelt, wie im Juni 2026, als ein Fachgespräch zur Studie „Antisemitismus im Kindes- und frühen Jugendalter – Erfahrungen, Deutungen und Bedarfe“ stattfand.

Diese Bemühungen sind entscheidend, um eine gesellschaftliche Sensibilisierung für das Thema Antisemitismus zu fördern. Daher wird auch die Teilnahme an „Tacheles mit Simson“ als Beitrag zur Weiterentwicklung der Antisemitismuskritik gesehen.

Uni-Erfurt berichtet, dass … und KOAS bietet vielfältige Informationen zu aktuellen Studien und Vorträgen über Antisemitismus an.