Kämpfen für die Freiheit der Wissenschaft: Vorträge in Lübeck!
Am 5. Juli 2026 kündigt das Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung in Lübeck einen aufschlussreichen Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „Wissenschaft unter Druck – Erfahrungen aus den USA“ an. Der Vortrag findet am 8. Juli 2026 um 18:30 Uhr statt und wird von den Experten Andreas Killen aus New York und Karin Harrasser aus Wien gehalten. Ziel dieser Vorlesungsreihe ist es, die aktuellen Gefahren für die Wissenschaft in demokratischen Gesellschaften zu untersuchen und auf verschiedene Aspekte von Wissenschaftsfreiheit und Forschungssicherheit aufmerksam zu machen. Das Interesse an diesen Themen ist in jüngster Zeit stark gewachsen, insbesondere angesichts der globalen Entwicklungen, die die Integrität der wissenschaftlichen Arbeit gefährden.
Die Vorlesungsreihe umfasst eine Vielzahl relevanter Themen, darunter die Gefährdungen der Wissenschaftsfreiheit, den Einfluss demokratischer Veränderungen auf das Wissen sowie politische Angriffe auf die Klimaforschung. Besonders drängend sind Fragen zum Thema Wissenschaft unter Repression und im Exil, wie es aktuell im Fall Belarus deutlich wird. Auch die Verantwortung der Wissenschaft gegenüber der demokratischen Gesellschaft wird thematisiert. Die Vorträge finden im Hörsaal des IMGWF/ZKFL statt, der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Diese Initiative wird von der Parcham’schen Stiftung zu Lübeck sowie der Margot und Jürgen Wessel Stiftung unterstützt.
Wissenschaftsfreiheit und Forschungssicherheit
Wissenschaftsfreiheit und Forschungssicherheit sind zentrale Prinzipien, die für die Integrität und den Fortschritt der wissenschaftlichen Forschung unerlässlich sind. Laut der KMK schützt die Wissenschaftsfreiheit die Unabhängigkeit und Autonomie der Forschung, während die Forschungssicherheit wissenschaftliche Arbeit vor verschiedensten Bedrohungen und Risiken bewahrt. Im Dezember 2025 wurde eine Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, den Wissenschaftsministerien der Länder und Allianzorganisationen getroffen, um Eckpunkte zur Stärkung dieser beiden Aspekte zu definieren.
Diese Maßnahmen werden von der Wissenschaftsministerkonferenz gefordert und haben das Ziel, Hochschulen und Forschungseinrichtungen gegen Spionage, Sabotage und ungewollten Wissenstransfer zu schützen. Es wird auch betont, dass die Hochschulautonomie und die Wissenschaftsfreiheit gewahrt bleiben müssen. Die geplante Nationale Plattform für Forschungssicherheit soll dazu beitragen, Transparenz und gemeinsame Standards zu schaffen, damit die Handlungsfähigkeit deutscher Hochschulen im internationalen Wettbewerb gesichert wird. Im Kontext der aktuellen Vorlesungsreihe wird deutlich, dass diese Themen nicht nur in Deutschland, sondern auch international von Bedeutung sind.
Die Wissenschaftsministerkonferenz verfolgt mit ihrem Schwerpunktthema „Starke Wissenschaft für Fortschritt und Wohlstand“ einen klaren Kurs, um die Widerstandsfähigkeit deutscher Wissenschaftsorganisationen zu verbessern und das Vertrauen in evidenzbasierte Erkenntnisse zu stärken. Transparente und zeitgemäße Wissenschaftskommunikation wird als Schlüssel für den Dialog mit der Gesellschaft bewertet. Dies zeigt, wie unverzichtbar die Wahrung von Wissenschaftsfreiheit und Forschungssicherheit für den gesellschaftlichen Fortschritt ist.
In Anbetracht der Vielzahl an Herausforderungen ist es zu hoffen, dass die Vorträge und die begleitenden Seminare das Bewusstsein für die Bedeutung dieser Themen schärfen und zu einem regen Austausch unter den Studierenden und der Öffentlichkeit anregen werden.
