Karlsruher Forschende: Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft in der Ukraine!
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat sich seit Februar 2022 aktiv für die Unterstützung der Ukraine engagiert. Diese Unterstützung wird auf akademischer Ebene durch mehrere Institute des KIT bereitgestellt. Zu den besonderen Initiativen gehört die Arbeit von Professorin Barbara Engel, die Studierende und Dozierende aus Kyjiw, Lviv, Odessa und Kharkiv empfängt. Die Kooperation ist Teil des Projektes „Competence Network of Urban Transformation and Resilience“, welches vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert wird.
Im Rahmen dieses Projekts arbeiten Studierende des KIT gemeinsam mit ihren ukrainischen Kommilitonen an Themen der urbanen Umgestaltung. Dabei liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit und Resilienz in der Stadtentwicklung. Das Projekt hat zum Ziel, eine gemeinsame städtebauliche Lehre aufzubauen, die bis 2029 fortgeführt werden soll. Eine wichtige Etappe dieser Zusammenarbeit bildet ein Entwurfsseminar, das im Wintersemester 2025/26 in Tallinn stattfindet, gefolgt von weiteren Arbeiten zur Weiterentwicklung der Gemeinde Pfinztal, die bis zum 10. Juli 2026 abgeschlossen sein sollen.
Fokus auf urbane Entwicklung
Im Zentrum der Arbeiten steht die Aufwertung suburbane Räume sowie öffentlicher Plätze. Diese Initiativen sind Teil der längerfristigen Strategie, die in den letzten Jahren durch das Projekt „Ukraine digital“ unterstützt wurde, das von 2022 bis 2025 lief.
Zusätzlich zur städtebaulichen Arbeit hält Professorin Bronislava Gorr vom Institut für Angewandte Materialien seit 2024 Online-Vorlesungen für Studierende aus Winnyzja, der Partnerstadt von Karlsruhe. Diese Bildungsangebote verbinden Theorie und Praxis und fördern den wissenschaftlichen Austausch zwischen Bürgern und Studierenden.
Unterstützung in der Kernkraftsicherheit
Darüber hinaus leisten die Forschenden des KIT seit 2022 wertvolle Unterstützung für ukrainische Behörden in Fragen der nuklearen Sicherheit. Dr. Sadeeb Simon Ottenburger vom Institut für Thermische Energietechnik und Sicherheit bietet Entscheidungsunterstützung für Kernkraftwerke in der Ukraine. Diese Expertise ist insbesondere in Anbetracht der aktuellen geopolitischen Lage von hoher Relevanz.
Das Engagement des KIT zeigt auf beeindruckende Weise, wie akademische Institutionen zur Unterstützung betroffener Länder beitragen können, und unterstreicht die Rolle der Wissenschaft in Krisenzeiten.
