Am 20. Mai 2026 versammelten sich rund 90 Gäste zur feierlichen Prämierung des 15. UNIKAT-Ideenwettbewerbs an der Universität Kassel. Die Veranstaltung hob die Vielzahl an innovativen Ideen hervor, die von Studierenden und Forschungsgruppen eingereicht wurden. In diesem Jahr wurden insgesamt 65 Ideen eingereicht, was eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Besonders bemerkenswert ist, dass die meisten Ideen aus den Wirtschaftswissenschaften stammten, gefolgt von der Kunsthochschule Kassel, den Ökologischen Agrarwissenschaften und dem Fachbereich Elektrotechnik/Informatik.

Prof. Dr. Rita Borromeo Ferri, Vizepräsidentin für Wissenstransfer und Gründungsförderung, unterstrich die Vielfalt der eingereichten Ideen, die auch aus neuen Fachbereichen wie den Geistes- und Kulturwissenschaften, den Humanwissenschaften, der Architektur-, Stadt- und Landschaftsplanung sowie dem Maschinenbau stammen. Der Wettbewerb, der von Partnern wie der Kasseler Sparkasse, dem Starthub Hessen, dem Unternehmerverband Nordhessen, dem Science Park Kassel, dem VDI und der Techniker Krankenkasse unterstützt wurde, hat sich zu einer wichtigen Plattform für kreative und unternehmerische Initiativen entwickelt.

Auszeichnungen und innovative Ideen

Der erste Preis, dotiert mit 2.500 Euro, ging an Lea Brandenstein für die Entwicklung von „ISOmedi“, einem benutzerfreundlichen Medikamenten-Case, das speziell für Menschen mit chronischen Erkrankungen konzipiert wurde. Der zweite Preis, mit 2.000 Euro ausgezeichnet, wurde Tom Irwahn für seinen „Doppelrad-Sortierer“ überreicht, eine kostengünstige Lösung für Sortierprozesse.

Besonders hervorzuheben ist, dass der dritte Preis von 1.500 Euro gleich zweimal vergeben wurde: an Mia Reitz für ihre Idee „Second Nose“, die eine Lösung für Menschen mit eingeschränktem Geruchssinn darstellt, und an Lea und Florian Groh für ihre Webanwendung „fömo“, die sozialen Einrichtungen bei der Fördermittelakquise unterstützt. Zusätzlich gewann Mia Reitz den Publikumspreis für „Second Nose“.

Alle Top Eleven Teams erhielten Gutscheine für zwei Monate im CoCreation Lab sowie die Möglichkeit zur Teilnahme am Startup Hack + Prototype Workshop. Jens Behrmann, stellvertretender Leiter von UniKasselTransfer, betonte die wachsende Bedeutung unternehmerischer Kompetenzen für die Zukunft, was den erhöhten Fokus der Universität Kassel auf Gründungsförderung verdeutlicht.

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Gründungsradar und Trends

Parallel zu den Aktivitäten an der Universität Kassel reflektiert der Gründungsradar die Entwicklungen im Bereich der Gründungsförderung an Hochschulen. Der Stifterverband, unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, erstellt seit 2012 diesen umfassenden Bericht. Im Jahr 2023 wurden 2.927 betreute Gründungen an deutschen Hochschulen registriert, ein Anstieg im Vergleich zu 2021. Besonders hervorzuheben ist, dass 1.184 dieser Gründungen durch Wissens- und Technologietransfer realisiert wurden, was mehr als ein Drittel der Gesamtzahl ausmacht.

Von diesen wissens- und technologieorientierten Gründungen basieren 290 auf Patenten. Im Vergleich zu 2012 hat sich die Zahl der patentbasierten Gründungen mehr als verdoppelt, was die dynamische Entwicklung in diesem Sektor unterstreicht. Der kommende Gründungsradar 2025 wird sich auf das Thema Verstetigung konzentrieren, um temporäre Förderstrukturen in nachhaltige und tragfähige Systeme zu überführen.

Eine langfristig erfolgreiche Gründungsförderung an Hochschulen erfordert nicht nur den Aufbau von Expertise durch erfahrenes Personal, sondern auch die kontinuierliche Unterstützung durch die Hochschulleitungen. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Ressourcennutzung zu verstetigen und eine zukunftsfähige Gründungslandschaft zu gestalten.

Die Ergebnisse des UNIKAT-Ideenwettbewerbs und die umfassenden Erkenntnisse des Gründungsradars zeigen deutlich, dass die Universität Kassel sowie andere deutsche Hochschulen auf einem vielversprechenden Weg sind, innovative Ideen zu entwickeln und in erfolgreiche Unternehmungen umzuwandeln.

Für weitere Informationen zum UNIKAT-Ideenwettbewerb besuchen Sie Uni Kassel oder erfahren Sie mehr über den Gründungsradar unter Gründungsradar.