Am 18. Mai 2026 haben das Institut für Sport und Sportwissenschaft (IfSS) sowie der UNISport der Universität Kassel ein gemeinsames Positionspapier verabschiedet, das sich entschieden gegen interpersonale und sexualisierte Gewalt, Diskriminierung und Machtmissbrauch in der Sport- und Wissenschaftswelt wendet. Das Papier kommt in einer Zeit, in der die Sensibilisierung für diese Themen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Die Präambel des Dokuments verdeutlicht die klare Haltung der Kooperationspartner, die sich vehement gegen alle Formen von Gewalt wenden. Es wird besonders auf spezifische Risikobereiche innerhalb des universitären Sport- und Wissenschaftsbetriebs hingewiesen.
Risikobereiche im Sport
Hierzu zählen enge Betreuungsverhältnisse, körpernahe Lehrformate sowie Hierarchien im Trainingsbetrieb. Diese Rahmenbedingungen können leicht zu Machtmissbrauch und Übergriffen führen. Die neuen Maßnahmen des Positionspapiers basieren auf bereits bestehenden universitätsinternen Richtlinien der Universität Kassel und aktuellen Erkenntnissen aus der Gewaltprävention.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat der UNISport bereits seit 2022 einen verbindlichen Ehrenkodex in alle Kursangebote, Übungsleitendenverträge und Informationsmaterialien integriert. Regelmäßige Schulungen sowie klare Meldewege und Feedbackprozesse unterstützen die Umsetzung der Grundsätze, um ein sicheres Umfeld für alle Beteiligten zu gewährleisten.
Fokus auf Ausbildung und Sensibilisierung
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sensibilisierung angehender Sportlehrkräfte in der Lehramtsausbildung. Die Universität Kassel plant weitere Schritte zur Implementierung des Papiers. Hierzu gehört die Veröffentlichung des Dokuments auf der Institutswebsite sowie eine Unterschriftenaktion. Zudem sollen geschulte Ansprechpersonen benannt werden, um eine direkte Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Für die Erstellung eines detaillierten institutseigenen Schutzkonzepts wird eine umfassende Risikoanalyse als wesentliche Grundlage dienen. Studierende, die betroffen sind oder Rat suchen, haben die Möglichkeit, sich an universitäre Beratungs- und Beschwerdestellen zu wenden. Hierzu zählen die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sowie die AGG-Beschwerdestelle.
Zusätzlich stehen externe Anlaufstellen, wie der Verein Safe Sport e.V. und die Fachberatungsstelle faX in Kassel, bereit, um zusätzliche Unterstützung zu bieten. Diese Initiativen sind Teil eines kontinuierlichen Engagements der Universität Kassel im Bereich Gewaltprävention.
Das IfSS, das im Jahr 2001 gegründet wurde und Teil des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften an der Universität Kassel ist, legt besonderen Wert auf Lehre, Forschung und den Wissenstransfer. Mit diesem Positionspapier positioniert sich die Universität klar gegen Gewalt im Sport und setzt ein wichtiges Zeichen für eine sichere und respektvolle und politische Kultur.
Dies wurde von uni-kassel.de umfassend dokumentiert und zeigt die fundierten Bemühungen, die im Bereich der Gewaltprävention angestoßen werden. Es bleibt zu hoffen, dass ähnliche Initiativen in anderen Institutionen ebenfalls ergriffen werden, um ein sicheres Umfeld für alle Sportler und Sportlerinnen zu fördern.