Am 14. Juli 2026 besuchte die Botschafterin der Republik Zimbabwe, I.E. Alice Mashingaidze, die Universität Potsdam, um über die Ergebnisse eines gemeinsam durchgeführten Studien- und Lehrprojekts zu berichten. Dieses Projekt, das von Prof. Dr. Manfred Rolfes begleitet wurde, umfasste eine Exkursion von 14 Lehramtsstudierenden nach Zimbabwe. Im Fokus der Reise stand die Diskussion über Klimagerechtigkeit, ein zentrales Thema in der gegenwärtigen globalen Debatte.

Die Studierenden erlebten eine 2.200 Kilometer lange Route durch Zimbabwe, die sowohl städtische als auch ländliche Regionen umfasste. Dabei hatten sie die Gelegenheit, mit einer Vielzahl von Menschen zu sprechen, darunter Lehrkräfte, Forschende, Selbstständige sowie Fachleute aus Politik und Wirtschaft. Diese Gespräche sensibilisierten die Studierenden für wichtige Gerechtigkeitsfragen, die zwischen Stadt und Land sowie Arm und Reich bestehen. In einem interkulturellen Workshop mit jungen Erwachsenen und Studierenden aus Zimbabwe wurden gemeinsame Sorgen über die Zukunft thematisiert.

Klimawandel als zentrales Thema

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen, denen Zimbabwe gegenübersteht. Extreme Wetterereignisse wie Zyklone und Dürren haben verheerende Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Lebensgrundlagen der Bevölkerung. Laut dasstadtbild.de sind über 60% der Bevölkerung in der informellen Wirtschaft tätig, was sie besonders anfällig für die negativen Effekte des Klimawandels macht.

Im März 2019 traf der Zyklon Idai das Land, was zu Milliarden Dollar an Schäden führte und etwa 270.000 Menschen direkt betraf. Die darauf folgende Dürre im Jahr 2024, verstärkt durch das Phänomen El Niño, führte zu einem erheblichen Verlust von etwa 60% der Maisernte. Die Regierung sah sich gezwungen, einen nationalen Katastrophenzustand auszurufen, da über 7,7 Millionen Menschen humanitäre Hilfe benötigten.

Die Studierenden des Lehrprojekts thematisierten diese Herausforderungen in ihren Forschungsprojekten. Themen wie ausländische Direktinvestitionen, Reparaturkultur, die Lebenswirklichkeit zimbabwischer Frauen, Migration und Klimabildung wurden von den Teilnehmenden erarbeitet und auf einer Veranstaltung vorgestellt. Die Ergebnisse sollen in einem Sammelband veröffentlicht werden, um das Bewusstsein für die dringenden Herausforderungen durch den Klimawandel weiter zu schärfen.

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Innovative Ansätze zur Resilienz

Laut den Erkenntnissen von frontiersin.org sind in Afrika über 60% der Bevölkerung von klimavariablen Bedingungen betroffen, was sie besonders verletzbar gegenüber Nahrungsmittelunsicherheit macht. Angesichts dieser Herausforderungen setzen lokale Organisationen wie PORET auf nachhaltige Anbaumethoden, um die Resilienz der Bevölkerung zu stärken. Dazu gehört auch die Ausbildung in permakulturellen Methoden, die den Ertrag um bis zu 30% steigern können.

Zusätzlich unterstützen Organisationen wie SODI Projekte zur Anpassung an den Klimawandel, darunter Gemeinschaftsgärten und den Einsatz von Solarpumpen. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Ernährungssicherheit erhöhen, sondern auch die Lebensqualität der Menschen verbessern. Die Ergebnisse der Exkursion und die Diskussionen mit der Botschafterin sowie dem Präsidenten der Universität Potsdam betonten die Notwendigkeit eines interkulturellen Austauschs zur Bewältigung dieser globalen Probleme.

Insgesamt verdeutlichte das Lehrprojekt die Dringlichkeit, mit der die Herausforderungen des Klimawandels angegangen werden müssen. Die Verbindung von traditionellem Wissen mit modernen Ansätzen könnte entscheidend sein, um die Resilienz gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu stärken und gleichzeitig die Armut in ländlichen Gebieten zu bekämpfen.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Exkursion nicht nur den Studierenden neue Perspektiven eröffnete, sondern auch auf die Notwendigkeit einer globalen Zusammenarbeit im Angesicht der Klimakrise hinwies.