Klimaschutz durch Holzbau: Innovative Ideen für die Zukunft!
In Deutschland rückt der Werkstoff Holz zunehmend in den Fokus von Forschung und Baupraxis. Zu den treibenden Kräften zählt die Professur für Förder- und Materialflusstechnik an der TU Chemnitz, die unter der Leitung von Dr. Sven Eichhorn innovative Lösungen für den modernen Holzbau entwickelt. Eichhorn ist zudem Gründungsmitglied des Netzwerks „HolzForschung Deutschland“, das sich seit vielen Jahren mit den vielseitigen Eigenschaften und Anwendungen von Holz beschäftigt.
Ein bemerkenswertes Beispiel für die Arbeit der Professur ist der hängende Montagevorrichtung C-Haken, der mit einer Reduzierung des Gewichts von 60% im Vergleich zu herkömmlichen Stahlkonstruktionen beeindruckt. Das Netzwerk bringt Experten aus verschiedenen Disziplinen zusammen – zurzeit sind etwa 30 Wissenschaftler aus Bereichen wie Materialforschung, Architektur und Verfahrenstechnik aktiv. Das primäre Ziel dieses Zusammenschlusses ist nicht nur die Förderung von Forschungs- und Transferprojekten, sondern auch die Sensibilisierung der jüngeren Generation für die Bedeutung des Werkstoffs Holz.
Kreislaufwirtschaft im Holzbau
Ein besonders relevantes Projekt in diesem Zusammenhang ist „circularWOOD“, das sich mit dem Potenzial der Kreislaufwirtschaft im Holzbau beschäftigt. Wie BBSR berichtet, wird in diesem Forschungsprojekt unter der wissenschaftlichen Begleitung von Experten wie Dr. Sandra Schuster von der Technischen Universität München und Dr. Sonja Geier von der Hochschule Luzern der aktuelle Status von Holzbauprojekten analysiert. Ziel ist es, entscheidende Handlungsbedarfe zu identifizieren, um ein zukunftsfähiges, kreislauffähiges Konzept für den Holzbau zu entwickeln.
Die Ergebnisse des Projekts, das auf der Online-Publikation des BBSR basiert, sollen als Empfehlungen für Entscheidungsträger in Planung und Umsetzung dienen. Die Dokumentation der aktuellen Forschungsergebnisse und die Kontextualisierung praktischer Erfahrungen sind essenziell, um das volle Potenzial des Holzbaus auszuschöpfen und kritische Punkte der Umsetzung zu adressieren.
Holzbauinitiative und ihre Ziele
Ein zentraler Bestandteil dieser Entwicklungen ist die Holzbauinitiative der Bundesregierung, die 2023 ins Leben gerufen wurde. Wie auf der Website des BMLEH erläutert wird, verfolgt die Initiative das Ziel, klima- und ressourcenschonendes Bauen mit Holz und anderen nachwachsenden Rohstoffen zu fördern.
Hierbei wird der Fokus auf den Wissenstransfer, die Innovationsstärkung und die Optimierung der Marktbedingungen gelegt. Die Initiative richtet sich an alle relevanten Akteure in der Planung, Bauwirtschaft und Forschung und strebt unter anderem die signifikante Erhöhung des Holzanteils im Bauwesen bis 2030 an.
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Unterstützung der Ausbildung in relevanten Berufen, um neue Fachkräfte zu qualifizieren und somit einen langfristigen Erfolg der Holzbauquote zu sichern. Aktuell liegt der Anteil von Holzbauten im Wohnbau bei über 20%. Im Jahr 2024 wurden beispielsweise 13.214 Wohngebäude in Holzbauweise genehmigt.
Die Holzbauinitiative umfasst acht Handlungsfelder, die von der Unterstützung klimafreundlichen Bauens bis hin zu Monitoring und Evaluierung klimarelevanter Effekte reichen. Diese strategischen Maßnahmen sind von entscheidender Bedeutung, um die Vorteile des Holzbaus für den Klimaschutz und die Ressourceneffizienz nachhaltig zu nutzen.
