Am 13. Juli 2026 eröffnete Bundeskanzler Friedrich Merz die Adenauer School of Government (ASG) an der Universität zu Köln mit einem Festvortrag in der Aula des Hauptgebäudes. Ziel dieser neuen wissenschaftlichen Einrichtung ist es, eine Verbindung zwischen Forschung, Lehre und öffentlichem Engagement in Public Governance zu schaffen, um die demokratische Regierungsfähigkeit zu stärken. Diese Initiative wird durch eine langfristige Förderpartnerschaft mit der Alfred Landecker Foundation unterstützt, die 2019 mit dem Ziel gegründet wurde, an den Holocaust zu erinnern, Antisemitismus zu bekämpfen und demokratische Institutionen zu stärken.

In seiner Rede betonte Merz die Relevanz der ASG für die Entwicklung evidenzbasierter staatlicher Prozesse und strategischer Entscheidungsfindung. Der Rektor der Universität zu Köln, Professor Dr. Joybrato Mukherjee, begrüßte die Anwesenden und hob die Exzellenz der ASG in Forschung und Lehre hervor. Auch Wissenschaftsministerin Ina Brandes sprach ein Grußwort im Namen der Landesregierung Nordrhein-Westfalen.

Interdisziplinäre Ausrichtung und innovative Lehre

Die Adenauer School of Government ist interdisziplinär ausgerichtet und hat sich zum Ziel gesetzt, als international anerkanntes Forschungs- und Ausbildungszentrum zu fungieren. Sie verfolgt einen Ansatz, der wissenschaftliche Analyse mit praktischen Erfahrungen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft kombiniert. Namensgeber der Institution ist Konrad Adenauer, der als Symbol für verantwortungsvolles staatspolitisches Handeln gilt.

Ein zentraler Bestandteil des Lehrangebots der ASG ist der englischsprachige Masterstudiengang in Public Governance, dessen Start für das Wintersemester 2027/28 geplant ist. Dieser kompakte Studiengang ist darauf ausgelegt, frühere Studien zu vertiefen und innerhalb eines Jahres abgeschlossen zu werden. Besonders hervorzuheben ist, dass der Studiengang ohne Studiengebühren angeboten wird.

Herausforderungen der modernen Gesellschaft

Das Curriculum des Masterprogramms wird interaktive Formate anbieten, in denen Studierende Lösungen für konkrete staatliche Herausforderungen entwickeln. Dazu zählen Themen wie Demokratie, Märkte, Klimawandel, Sicherheit und technologische Entwicklungen. Die Studierenden werden auch methodische Kompetenzen in Bereichen wie Data Science und Künstlicher Intelligenz erwerben.

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Die ASG wird durch ein Founding Faculty Network unterstützt, das rund 50 Wissenschaftler umfasst, darunter vier Nobelpreisträger. Dieses Netzwerk ermöglicht eine hochkarätige wissenschaftliche Zusammenarbeit, die mit Institutionen wie Harvard, Stanford und Oxford verknüpft ist.

Prof. Dr. Axel Ockenfels, der als Direktor der ASG fungiert, ist gleichzeitig Professor für Wirtschaftswissenschaft und Direktor am Max-Planck-Institut für Verhaltensökonomik. Unterstützung erhält er von Prof. Dr. Markus Ogorek, der als stellvertretender Direktor fungiert und Professor für Rechtswissenschaften ist.

Insgesamt strebt die Adenauer School of Government an, eine führende europäische Instanz für die Stärkung der demokratischen Regierungsfähigkeit in einer zunehmend technologiegeprägten Gesellschaft zu werden. uni-koeln.de berichtet, dass bereits ab Frühjahr 2027 Bewerbungen für den Masterstudiengang möglich sein werden.

Die ASG orientiert sich an dem Vorbild angelsächsischer Government Schools und beabsichtigt, durch ihre innovative Lehre und Forschung eine bedeutende Rolle im Bereich der Public Governance einzunehmen. alfredlandecker.org hebt hervor, dass die ASG bestrebt ist, die Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit demokratischer Institutionen entscheidend zu stärken.