Am 17. Juli 2026 findet ein interdisziplinäres Modul zu strategischem Management, Krisenkommunikation und Technologieeinsatz statt. Dieses besondere Angebot richtet sich an eine Vielzahl von Akteuren, darunter Studierende, Fach- und Führungskräfte sowie Behörden und öffentliche Verwaltungen. Auch die Kommunalpolitik, der Rettungsdienst, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW) und der Katastrophenschutz sowie Engagierte im Gesundheitswesen sind Teil der Zielgruppe. Das Modul umfasst ein Blended-Learning-Angebot, das Selbststudium mit Präsenzveranstaltungen kombiniert und somit eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den Themen fördert. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden Zugang zur Lernplattform Moodle, auf der theoretische Grundlagen bereitgestellt werden.

Die Präsenzblöcke dienen der Vertiefung, Diskussion und der Bearbeitung praxisnaher Projektaufgaben. Dabei kommen moderne Technologien zum Einsatz, wie GIS-basierte Lagebilder, Drohnenanwendungen, Sensorik und KI-gestützte Verfahren. Diese Innovationen werden in digitalen Kommunikations- und Dokumentationsplattformen integriert. Die Projektarbeiten orientieren sich an realen Entscheidungs- und Organisationssituationen, was den praxisnahen Charakter der Ausbildung unterstreicht.

Praxisteil und Theorieblöcke

Die Theorieblöcke sind für den 17. Juli 2026 und den 21. August 2026 jeweils von 13:00 bis 18:00 Uhr angesetzt. Die Termine für den Praxisteil werden am 17. Juli mit den Teilnehmenden abgestimmt. Anmeldungen sind weiterhin möglich, die Zugänge zur Lernplattform können nach der Registrierung freigeschaltet werden.

Parallel zu diesen Bildungsmaßnahmen läuft das Projekt „Kommunikation in Krisen“. Dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt untersucht das Informationsverhalten in Krisensituationen, insbesondere während der COVID-19-Pandemie. Ziel ist es, die kommunikativen Prozesse und Praktiken verschiedener Akteure wie Wissenschaft, Politik, Medien und Öffentlichkeit zu analysieren. Zu den wesentlichen Fragestellungen gehören Veränderungen des Informationsverhaltens sowie Kommunikationsstrategien der Akteure.

Analysen und Empfehlungen

Die Methodik des Projekts umfasst eine systematische Literaturrecherche und leitfadengestützte Interviews mit Experten unterschiedlicher Bereiche. Erste Ergebnisse zeigen, dass Kommunikation in Krisen einen dynamischen sozialen Prozess darstellt, der zur Bewältigung von Verunsicherung beiträgt. Insbesondere wird ein Figurationsansatz zur Beschreibung der Krisenkommunikation verwendet. Von grundlegender Bedeutung ist dabei die Untersuchung der Handlungslogiken verschiedener Akteure im Gesundheitswesen, in der Wissenschaft, der Öffentlichkeit und im Journalismus.

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Ein wichtiges Ergebnis sind die identifizierten Spannungsfelder in der Krisenkommunikation, etwa zwischen Konsonanz und Vielstimmigkeit. Um die Krisenresilienz zu stärken, empfehlen die Projektverantwortlichen, alle relevanten Akteursperspektiven zu berücksichtigen, transparente Darstellung der eigenen Positionen zu fördern und dialogische Kommunikationsstrategien zu entwickeln. Ebenso befürworten sie die Schaffung bereichsübergreifender Gremien zur Ermittlung kommunikativer Bedarfe.

Ein ergänzender Kontext zu diesen Themen wird durch den Masterstudiengang Strategische Kommunikation & Management der Universität Zürich geschaffen. Dieser Studiengang vermittelt fundamentales Wissen und Forschungsergebnisse zur Kommunikationsarbeit, und legt den Fokus auf die Analyse der Entstehung, Rezeption und Wirkungen von Kommunikationsstrategien. Hierbei stehen zentrale Anwendungsfelder wie PR, Werbung, Kampagnenführung und interne Kommunikation im Vordergrund. Zudem befasst sich das Programm mit dem Einfluss digitaler Plattformen und dem gesellschaftlichen Wertewandel auf die strategische Kommunikation. Auf diese Weise bietet der Studiengang eine umfassende Ausbildung, die es Absolventen ermöglicht, professionelle Kommunikationsprozesse zu managen und zu evaluieren.

Insgesamt zeigt sich, dass sowohl Bildungsangebote als auch Forschungsprojekte entscheidend für die Weiterentwicklung der Kommunikationsstrategien in Krisensituationen sind. Die praxisnahe Ausbildung und die tiefe Analyse kommunikativer Prozesse sind Grundlage dafür, um zukünftige Herausforderungen im Bereich der Krisenkommunikation besser meistern zu können.

[BTU berichtet], [Leibniz HBI berichtet], [UZH berichtet].