Dr. Brian Schwartz von der Universität Trier erhält den Landeslehrpreis 2026 des Landes Rheinland-Pfalz. Mit der Auszeichnung sind 10.000 Euro zur dienstlichen Verwendung verbunden. Für die Universität Trier ist Schwartz damit der zweite Preisträger: Zuvor wurde Jürgen Kopp aus der Biologiedidaktik ausgezeichnet.

Schwartz arbeitet seit 2015 am Lehrstuhl von Prof. Dr. Wolfgang Lutz in der Klinischen Psychologie und Psychotherapie. Nach seinem Studium und seiner Promotion an der Universität Trier war er am Aufbau des neuen Masterstudiengangs Psychologie mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie beteiligt.

Lehre mit Nähe zur Praxis

Schwartz sieht den Preis als Anerkennung für die Arbeit, die in den vergangenen Semestern in den Studiengang investiert wurde. Grundlage der Auszeichnung sind die Bewertungen der teilnehmenden Studierenden. Für ihn gehört zu guter Lehre vor allem, dass sie patientenorientiert und evidenzbasiert ist.

In seinen Veranstaltungen setzt der Psychologe auf interaktive und praxisorientierte Formate. Die Studierenden sollen nicht bloß zuhören, sondern aktiviert werden, Wissen anwenden und den Transfer in die Praxis schaffen. Besonders eng ist Schwartz in berufsqualifizierende, praxisorientierte Module in den Hochschulambulanzen eingebunden.

Auch Patientinnen und Patienten der Psychotherapieambulanz wirken freiwillig an den Lehrveranstaltungen mit. Dadurch unterstützen sie den Lernerfolg der Studierenden. Schwartz dankte deshalb nicht nur den Studierenden und seinen Kolleginnen und Kollegen, sondern ausdrücklich auch den Patientinnen und Patienten.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Studierende schlagen Lehrveranstaltungen vor

Der Lehrpreis würdigt herausragende Leistungen in der Lehre und soll exzellente Lehre an der Universität Trier fördern. Ausgezeichnet wird eine Lehrveranstaltung aus dem akademischen Jahr 2025/26, also aus dem Wintersemester 2025/26 oder dem Sommersemester 2026.

Vorschläge konnten alle Mitglieder der Universität Trier einreichen, insbesondere Studierende. Das Online-Formular war vom 29. Juni bis 9. August 2026 geöffnet; bis zu drei Lehrveranstaltungen konnten vorgeschlagen werden. Erwartet wurden Veranstaltungen, die sich durch außergewöhnliches Engagement und eine besondere Motivation der jeweiligen Lehrperson auszeichnen. Den Vorschlägen durfte außerdem ein Begründungstext mit maximal 1.000 Zeichen beigefügt werden.

Die Auswahl der Preisträgerin oder des Preisträgers erfolgt derzeit in einem mehrstufigen Verfahren. Im Fall von Schwartz wurden nach der Nominierung über drei Semester hinweg Studierendenbefragungen zu den Lehrveranstaltungen der Nominierten durchgeführt.

Forschung und Ausbildung verbunden

Prof. Wolfgang Lutz hatte Schwartz für den Landeslehrpreis vorgeschlagen. Er hebt hervor, dass Schwartz Forschung und Praxis miteinander verbindet und Erkenntnisse aus der Psychotherapieforschung unmittelbar in die Ausbildung überträgt. Gerade in der Psychologie liegen Hörsaal und Behandlungsraum oft näher beieinander, als es auf dem Papier klingt.