Mit großer Vorfreude wird Larissa Bender im Wintersemester 2026/27 die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur für Poetik der Übersetzung an der Freien Universität Berlin antreten. Diese Professur, die 2007 vom Deutschen Übersetzerfonds und der Freien Universität ins Leben gerufen wurde, ist die erste ihrer Art im deutschsprachigen Raum. Sie hat sich als ein zentraler Ort für die Auseinandersetzung mit Methoden und Theorien der literarischen Übersetzung etabliert, wie fu-berlin.de berichtet.

Die Gastprofessur wird jährlich am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft eingerichtet. Larissa Bender, die als bedeutende Vermittlerin arabischsprachiger Literatur in Deutschland gilt, wird ihre Erfahrungen und Kenntnisse in diese Position einbringen. Ihr akademischer Hintergrund umfasst Studien in Islamwissenschaft, Kunstgeschichte, Soziologie und Ethnologie an der Universität zu Köln sowie an der Freien Universität Berlin.

Benders Werdegang und Engagement

Larissa Bender hat seit den 1990er Jahren intensiv Literatur aus dem Arabischen übersetzt. Zu ihren Übersetzungen zählen Werke von Autoren wie Samer Yasbek, Dima Wannous, Ali Al-Kurdi, Khaled Khalifa und Abdalrachman Munif. Besonders hervorzuheben ist ihre jüngste Arbeit, die Übersetzung von Samar Yazbeks „Gaza – Überlebensberichte aus einem zerstörten Land“ (Unionsverlag 2026), die sie gemeinsam mit Leonie Nückell realisierte. Darüber hinaus hat sie Gedichte von Ghayat Almadhoun sowie Theaterstücke von Mohammad Al Attar und Mudar Alhaggi übersetzt.

Bender hat ihre Fähigkeiten auch in sozialen Projekten eingebracht. Sie leitete Schreibworkshops für geflüchtete arabische Kinder und Jugendliche und war aktiv in mehreren Deutsch-Arabischen ViceVersa-Übersetzerworkshops tätig. Ihr Engagement wurde 2018 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, gefolgt von dem Scheich-Hamad-Preis für Übersetzung und internationale Verständigung, den sie 2025 erhielt.

Die Bedeutung der Gastprofessur

Die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur symbolisiert den poetologischen Anspruch des Übersetzens. Sie bietet eine Plattform für die kritische Reflexion eigener und fremder Übersetzungsmethoden sowie für vergleichende Textanalysen. Der Namenspatron der Professur, August Wilhelm von Schlegel, gilt als Wegbereiter der Übersetzungswissenschaft in Deutschland.

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Erwartungsvoll wird Larissa Bender am 5. November 2026 um 19 Uhr ihre öffentliche Antrittsvorlesung im Refugio Berlin halten. Eine gesonderte Einladung zur Antrittsvorlesung wird rechtzeitig versendet. Für weitere Informationen über die Gastprofessur und das Engagement von Larissa Bender können Interessierte die Pressemitteilung des Deutschen Übersetzerfonds und der Freien Universität Berlin auf fu-berlin.de sowie zusätzliche Details auf fidavlprod.ub.uni-frankfurt.de nachlesen.