Heute, am 16. Oktober 2026, richtet sich der Blick in Leipzig auf das Stadtderby: Am Samstag um 14 Uhr empfängt der 1. FC Lok Leipzig im Bruno-Plache-Stadion die BSG Chemie Leipzig. Für das Regionalliga-Spiel des 13. Spieltags sind bereits mehr als 9.100 Tickets verkauft, darunter 1.300 für Chemie-Fans. Der Gästeblock ist ausverkauft. Rund 2.000 Karten gibt es noch, maximal 11.301 Zuschauer dürfen hinein.

Lok-Trainer Torsten Ziegner rechnet mit viel Einsatz, Leidenschaft, Härte und möglicherweise auch Provokationen durch Chemie. Seine Mannschaft sieht er gut vorbereitet. Chemie-Trainer Alexander Schmidt schiebt die Favoritenrolle eher Lok zu, will mit seinem Team aber gewinnen – zusätzlichen Motivationsdruck brauche es nicht. Für Lok-Kapitän Djamal Ziane ist es bereits das 16. Leipziger Derby. Er erwartet ein taktisch geprägtes Spiel, in dem wenige Fehler den Ausschlag geben könnten. Die beiden vergangenen Heim-Derbys gewann Lok jeweils 2:0.

Raubversuch und Fahndung im Zentrum-West

Am Donnerstag gegen 21:50 Uhr versuchte ein Unbekannter, einen Supermarkt in der Käthe-Kollwitz-Straße im Zentrum-West zu überfallen. Er bedrohte eine Mitarbeiterin mit einer Stichwaffe und verlangte Bargeld. Als weitere Beschäftigte dazukamen, flüchtete der Täter ohne Beute.

Die Polizei beschreibt ihn als etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, 25 bis 30 Jahre alt und schlank, mit hellen Augen. Zur Tatzeit trug er eine schwarze Mütze, einen schwarzen Parka mit Kapuze, einen rot-schwarzen Schal, eine schwarze Hose und schwarze Schuhe. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Raubes und bittet um Hinweise unter 0341 966 46666.

Glockenstraße wird zur grünen Schulwegzone

An der Petrischule im Zentrum-Südost beginnt ab dem 26. Oktober der Umbau der Glockenstraße. Sie soll verkehrsberuhigt und begrünt werden. Geplant sind ein platzähnlicher Bereich vor der Schule, sechs Bäume, drei Hochbeete mit Sitzgelegenheiten und zwei bepflanzte Tiefbeete, die Regenwasser speichern. Fahrradbügel, Bänke und Abfallbehälter kommen dazu; die Schuleingänge werden gestalterisch hervorgehoben.

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Parallel sanieren die Leipziger Wasserwerke eine Trinkwasserleitung. Auch der Gehweg zur Brüderstraße wird erneuert und mit elf weiteren Bäumen bepflanzt. Ein Teil des Regenwassers vom Schuldach soll künftig versickern. Erst bei Starkregen wird es in den Mischwasserkanal geleitet. Das Pilotprojekt soll Erkenntnisse für weitere Bauvorhaben liefern, das Grundwasser fördern und das Mikroklima verbessern.

Die Kosten werden auf 1,2 Millionen Euro geschätzt. Abgeschlossen sein sollen die Arbeiten im Juni 2027.

Universität Halle meldet Angriff auf IT-Systeme

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat einen Angriff auf ihre IT-Systeme gemeldet. Betroffen sein könnten rund 51.000 Bewerbungen für das Sommersemester 2026 und das Wintersemester 2026/2027. Möglicherweise abgerufen wurden Namen, Adressen, Telefonnummern, private E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Zulassungsstatus, angestrebte Studienabschlüsse und hochgeladene Bewerbungsdokumente.

Die Universität geht derzeit davon aus, dass Daten tatsächlich abgerufen wurden. Nach dem Bekanntwerden am 14. Oktober wurde ein Krisenstab eingerichtet. IT-Mitarbeiter ergriffen Gegenmaßnahmen und untersuchen den Vorfall. Betroffene werden fortlaufend informiert, die zuständigen Behörden sind eingeschaltet. Die Universität erstattete Strafanzeige. Weitere Informationen stehen unter uni-halle.de/datenschutzvorfall.

Auch darüber hinaus ist einiges in Bewegung: Laut ZDFheute plant die Bundesregierung eine KI-Partnerschaft mit dem US-Chiphersteller Nvidia. Vorgesehen ist ein Investitionsbetrag im dreistelligen Millionenbereich, die offizielle Verkündung soll am Montag erfolgen. Deutschland und Frankreich wollen außerdem das für 2035 geplante Verbrenner-Aus für Neuwagen abschwächen. Das CO₂-Reduktionsziel soll von 100 auf 90 Prozent sinken. Nach der Ankündigung stiegen die Aktienkurse von Volkswagen, BMW und Mercedes um mehr als drei Prozent.

In Italien war der Flugverkehr wegen Problemen im Datennetz der Flugsicherung mehrere Stunden stark beeinträchtigt. Die zuständige Behörde schloss Sabotage und einen Hackerangriff aus. Danach normalisierte sich der Betrieb wieder.

Nach dem Derby: Ausschreitungen in der S-Bahn

Wie eng Fußball, Emotionen und Sicherheitsfragen beieinanderliegen, zeigte sich nach dem Leipziger Stadtderby am Sonntagabend. Laut Bundespolizei griffen bei der Rückreise mehrere vermummte BSG-Anhänger in einer S-Bahn der Linie S1 am Haltepunkt Leipzig MDR sitzende Lok-Fans an. Dabei sollen Fanartikel geraubt worden sein.

Einsatzkräfte brachten die Lage mit Unterstützung der Polizeidirektion Leipzig unter Kontrolle. Die S-Bahn mit den BSG-Anhängern wurde anschließend ohne weiteren Halt zum Leipziger Hauptbahnhof geleitet. Dort kontrollierte die Polizei alle 245 Insassen. Sichergestellt wurden mehrere Sturmhauben, Quarzhandschuhe, vier Beißschutze, Betäubungsmittel, Pyrotechnik und ein Lok-Fanartikel.

Die Kontrollen hatten Folgen für den Bahnverkehr: 77 Züge verspäteten sich, 14 wurden umgeleitet, sechs fielen vollständig aus. Die Bundespolizei leitete mehrere Strafverfahren ein, unter anderem wegen Raubs, Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

Fans protestieren gegen geplante Sicherheitsmaßnahmen

Der Streit über Stadionsicherheit reicht allerdings über dieses Derby hinaus. Das Netzwerk „Fanszenen Deutschlands“ hat für Sonntag, den 16. November 2025, in Leipzig eine Fandemonstration angemeldet. Anlass sind geplante Sicherheitsmaßnahmen der Innenministerkonferenz (IMK); am Montag findet in Leipzig das WM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen die Slowakei statt. Die Demonstration steht unter dem Motto: „Der Fußball ist sicher! Schluss mit Populismus – Ja zur Fankultur!“

Die Fanszenen wenden sich gegen die aus ihrer Sicht repressive Fanpolitik der IMK. Deren nächste Sitzung ist Anfang Dezember in Bremen geplant. Die Proteste gegen mögliche Verschärfungen hatten am vergangenen Bundesligaspieltag bereits mit Spruchbändern in den Fankurven begonnen. Konkrete Beschlüsse der Innenminister liegen bislang nicht offiziell vor. Diskutiert werden personalisierte Eintrittskarten, strengere Regeln für Stadionverbote, eine „Null-Toleranz-Strategie“ und ein „Stufenkonzept“ gegen Pyrotechnik. Beobachter bringen solche Regelungen mit möglichen Spielabbrüchen in Verbindung.

Bislang haben die Organisatoren 1.500 Teilnehmer bei der Stadt Leipzig angemeldet, die Mobilisierung läuft noch an. Die Stadt erklärte, derzeit lägen keine Tatsachen oder Erkenntnisse vor, die gegen die Durchführung der Versammlung sprächen. Die Fans wollen ein Zeichen für den Erhalt von Fankultur, Freiheit und Vielfalt im Stadion setzen. Personalisierte Tickets, den Einsatz künstlicher Intelligenz zur Erfassung von Zuschauern und verschärfte Stadionverbote halten sie für unverhältnismäßig und unbegründet.

Zur Begründung verweisen die Fans auf Statistiken: Trotz steigender Zuschauerzahlen seien die Zahl der Delikte und die Zahl der Verletzten zurückgegangen. Politikern werfen sie vor, durch ihre Aussagen ein falsches Bild der Sicherheitslage in Stadien zu vermitteln. DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärte beim DFB-Bundestag am 7. November in Frankfurt, Stadion- und Amateurfußball seien grundsätzlich sicher. Dies belegten Zahlen und Fakten.

Auch die Statistik der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) der nordrhein-westfälischen Polizei weist laut dem zugrunde liegenden Bericht bei steigenden Zuschauerzahlen sinkende Zahlen bei Verletzten und eingeleiteten Ermittlungsverfahren aus. Seit dem Sicherheitsgipfel 2024 erwartet die Politik dennoch zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Stadionsicherheit.

In einem Schreiben vom 12. November 2025 informierten DFB-Präsident Neuendorf, DFL-Präsidiumssprecher Hans-Joachim Watzke und DFL-Geschäftsführer Marc Lenz die Vereine der ersten drei Ligen über den Stand der Gespräche mit der IMK. Bei einem Spitzentreffen im Oktober 2024 hatte die Politik vom organisierten Fußball gefordert, Maßnahmen zur Gewährleistung der Stadionsicherheit auszuweiten