Am 2. Juni 2026 um 19:00 Uhr lädt die Karl Dedecius Stiftung zu einem öffentlichen Podiumsgespräch ein, das sich mit dem Thema der Literaturübersetzung beschäftigt. Unter dem Titel „Zwischen den Zeilen – Ein Abend über Literaturübersetzung mit Urszula Poprawska und Lothar Quinkenstein“ wird die Veranstaltung an der Universitätsbibliothek der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) stattfinden. Der Fokus liegt auf den zuletzt ausgezeichneten Übersetzer*innen des Karl-Dedecius-Preises 2024, Urszula Poprawska und Lothar Quinkenstein, die beide bedeutende Beiträge zur literarischen Übersetzung geleistet haben. Europa-Universität berichtet, dass der Abend auch einen Empfang nach dem Gespräch beinhalten wird, was eine hervorragende Gelegenheit zum Austausch bietet.

Urszula Poprawska, die seit 2001 aus dem Deutschen ins Polnische übersetzt, hat bemerkenswerte Werke von, unter anderem, Daniel Kehlmann und Katja Petrowskaja übertragen. Lothar Quinkenstein wird für seine Übersetzungen polnischer Literatur ins Deutsche geehrt und hat unter anderem Werke von Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk und Henryk Grynberg übersetzt. Der Abend soll sowohl die Herausforderungen der Übersetzung als auch den deutsch-polnischen Kulturaustausch beleuchten.

Auszeichnung von herausragenden Übersetzern

Der Karl-Dedecius-Preis, der seit 2003 vom Deutschen Polen-Institut an herausragende Übersetzer verliehen wird, hat seine Rahmenbedingungen geändert: Seit 2026 erfolgt die Auszeichnung für die beste Übersetzung eines in den letzten zwei Jahren erschienenen Buches. Die Preisträger*innen, Urszula Poprawska und Lothar Quinkenstein, erhalten jeweils 10.000 Euro für ihre individuellen Leistungen. Karl Dedecius Preis berichtet, dass die Preisverleihung für Poprawska und Quinkenstein am 24. Mai 2024 in Darmstadt stattfinden wird.

Die Preisverleihung ist nicht nur eine Würdigung der erbrachten Leistungen, sondern auch Teil des studentischen Workshops „Henryk Bereska und die Rezeption seines literarischen und übersetzerischen Werks“. Dieser Workshop wird von der Marion Dönhoff-Stiftung sowie weiteren Stiftungen gefördert und ist ein Schritt in Richtung einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem deutsch-polnischen Kulturdialog.

Jury und Auswahlkriterien

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine deutsch-polnische Jury, die Übersetzungen der letzten zwei Jahre beobachtet und gegen Ende des Jahres eine Liste von Nominierten erstellt. Die bekanntgegebenen Preisträger, Olaf Kühl und Eliza Borg, werden am 19. Juni 2026 in Darmstadt und am 1. Juli 2026 in der Villa Decius in Krakau ausgezeichnet. Üepo berichtet, dass die Jury den Fokus auf herausragende Übersetzungen aus dem Bereich der Literatur legt, was die sprachliche und kulturelle Verknüpfung zwischen Deutschland und Polen verdeutlicht.

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In vergangen Jahren wurden bereits renommierte Übersetzer ausgezeichnet, darunter Elżbieta Kalinowska und Andreas Volk im Jahr 2022 sowie Monika Muskała und Thomas Weiler im Jahr 2019. Die ständige Weiterentwicklung des Preises sowie die aktive Einbindung von Partnern wie der Villa Decius in Krakau und dem Europäischen Übersetzer-Kollegium Straelen zeigen das Bestreben, die Bedeutung der Übersetzung in der Literatur zu fördern und zu würdigen.