Die Leibniz Universität Hannover (LUH) hat sich intensiv um den begehrten Titel der Exzellenzuniversität beworben. Wie uni-hannover.de berichtet, liegt der Fokus auf dem Konzept „Excellence. Impact. Change! United in the Spirit of Leibniz“. Dieses Konzept zielt darauf ab, die wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Relevanz zu verbinden. Derzeit hat eine internationale Begutachtung durch ein Gremium stattgefunden, die am 27. und 28. Mai 2026 an der LUH durchgeführt wurde.
Insgesamt waren zwölf Gutachter aus Österreich, Portugal, den USA und Kanada anwesend. Im Rahmen des Programms bot die LUH Präsentationen, Rundgänge und Gespräche an, die sowohl auf dem Hauptcampus in der Nordstadt als auch am Campus Maschinenbau in Garbsen stattfanden. Rund 200 Angehörige der LUH sowie Kooperationspartner waren in die Begehung eingebunden. Präsident Prof. Dr. Volker Epping unterstrich die hohe Attraktivität der Universität für Studierende und Wissenschaftler.
Strategische Ziele und Future Labs
Zentrale Elemente des exzellenzstrategischen Antrags sind die Leibniz Future Unit und sechs Future Labs. Diese Labore sind darauf ausgerichtet, Forschung, Transfer und Lehre zu fördern und eine themen- und projektorientierte Zusammenarbeit zu ermöglichen. Die schriftliche Antragstellung erfolgte bereits im November 2025, und die Vor-Ort-Begehung war ein essenzieller nächster Schritt in diesem Prozess. Die Experten haben die Umsetzung der Maßnahmen und Ziele aus dem Antrag bewertet.
Die finale Entscheidung der Exzellenzkommission, die die Bewerbungen begutachtet, wird am 2. Oktober 2026 bekannt gegeben. Die Exzellenzstrategie ist ein bedeutendes Förderprogramm des Bundes und der Länder, welches darauf abzielt, die Spitzenforschung an deutschen Universitäten zu stärken. Das Programm ist in zwei Förderlinien gegliedert: die Exzellenzcluster und die Exzellenzuniversitäten.
Exzellenzcluster und nationale Konkurrenz
Die LUH ist mit drei Clustern in der Förderlinie der Exzellenzcluster vertreten. Um sich als Exzellenzuniversität bewerben zu können, müssen Universitäten an mindestens zwei Clustern beteiligt sein. Dies zeigt den hohen Wettbewerbsdruck innerhalb Deutschlands, wo zahlreiche weitere Universitäten ebenfalls stark in diesen Bereichen engagiert sind. So verfolgt beispielsweise die Universität Bonn mit sechs Exzellenzclustern eine besonders ambitionierte Strategie, gefolgt von Universitäten wie der Technischen Universität Dresden und der Universität Hamburg, die ebenfalls Forschung zu wegweisenden Themen betreiben.
Insgesamt verdeutlicht die Bewerbung der LUH um den Titel als Exzellenzuniversität den Druck und die Herausforderungen, denen sich deutsche Hochschulen in einem internationalen Kontext gegenübersehen. Die Entwicklungen in Hannover sind ein spannender Teil eines vielschichtigen Wettbewerbs um Forschungsexzellenz und internationale Anerkennung.