Marburg und Gießen haben sich gemeinsam um den begehrten Titel der „Exzellenzuniversität“ beworben. Die Begutachtung des Exzellenzantrags „H_CORE – Hessian Collaboration for Research Excellence“ fand am 6. und 7. Mai 2026 in Gießen statt, wie uni-marburg.de berichtet. Ein international besetztes Gremium war beteiligt, wodurch die Qualität und die internationalen Standards der Begutachtung gewährleistet werden sollten. Ziel von H_CORE ist es, die Spitzenforschung in der Region dauerhaft zu stärken und international zu entfalten.
Der Wettbewerb um den Titel der Exzellenzuniversität gestaltet sich angespannt. Insgesamt gibt es elf Bewerbungen für maximal fünf Plätze. Die Entscheidung über die Vergabe des Titels wird am 2. Oktober 2026 bekanntgegeben. Der Verbundantrag H_CORE basiert auf der langjährigen Kooperation im Forschungscampus Mittelhessen und wird von der Technischen Hochschule Mittelhessen als assoziierte Partnerin unterstützt. Zur Stärkung dieses Vorhabens haben auch das Universitätsklinikum Gießen-Marburg sowie vier außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ihre Unterstützung zugesichert.
Exzellenzstrategie und ihre Bedeutung
Beide Universitäten, Marburg und Gießen, haben in der ersten Förderlinie der Exzellenzstrategie vier Exzellenzcluster eingeworben. Wie dfg.de erläutert, wird die Entscheidung über Antragsskizzen und Anträge von einem Expertenkomitee und der Exzellenzkommission getroffen. Das Committee of Experts besteht aus 39 Fachleuten aus unterschiedlichen Wissenschaftsgebieten, die das gesamte Spektrum der Disziplinen repräsentieren.
Diese Experten bringen langjährige Erfahrungen in den Bereichen Forschung, Hochschulmanagement, Lehre oder Wirtschaft mit. Vorsitzende des Wissenschaftsrats sowie der Präsident der DFG nehmen ebenfalls am Prozess teil, jedoch ohne Stimmrecht. Zu den Aufgaben des Committee of Experts zählt die Festlegung der Förderbedingungen sowie die Bewertung von Skizzen und Anträgen. Letztlich gibt das Gremium auch Empfehlungen an die Exzellenzkommission ab.
- Die Exzellenzkommission setzt sich aus den Mitgliedern des Expertenkomitees und den für Wissenschaft zuständigen Ministerinnen und Ministern von Bund und Ländern zusammen.
- Sie trifft die endgültige Entscheidung über die Förderung von Exzellenzclustern und -universitäten basierend auf den Empfehlungen des Expertenkomitees.
Die kommenden Monate bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse im Oktober werden entscheidend sein für die Zukunft der beiden Universitäten in der Region. Die Unterstützung durch Partnerinstitutionen und die bestehende Forschungsinfrastruktur könnte maßgeblich zu ihrem Erfolg im Wettbewerb um den prestigeträchtigen Titel beitragen.