Am Montag, dem 13. Juli 2026, wird im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses ein Vortrag von Prof. Dr. Christina Brandt stattfinden. Unter dem Titel „Unsichtbares sichtbar machen: Mathematik in der medizinischen Bildgebung“ wird sie die wesentlichen Aspekte der Mathematik in der medizinischen Bildgebung beleuchten. Die Vorlesung ist Teil der Reihe „Universität im Rathaus“, die in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Greifswald und der Universität Greifswald organisiert wird. Der Eintritt ist frei, und der Veranstaltungsort ist für Rollstuhlfahrende zugänglich, was die Inklusion aller Interessierten fördern soll. Der Vortrag beginnt um 17:00 Uhr.

Im Zentrum des Vortrags steht die Entstehung dreidimensionaler Bilder aus Röntgenstrahlen und die entscheidende Rolle der Mathematik bei der Computertomographie (CT). Prof. Brandt wird die Funktionsweise der CT erläutern und beschreiben, wie Bilder aus den Messdaten berechnet werden. Ein wichtiger historischer Bezug wird die Rekonstruktionsmethode von Johann Radon aus dem Jahr 1912 sein, die für die Entwicklung der modernen Bildgebungstechnologien von Bedeutung ist.

Mathematik und Bildgebung

Die Relevanz der Mathematik wird durch ein interaktives Quiz untermauert, in dem die Teilnehmer die praktische Anwendung der mathematischen Rekonstruktion kennenlernen können. Hierbei wird unter anderem auf die Methode der gefilterten Rückprojektion eingegangen. Diese Technik ist entscheidend für die Umwandlung eindimensionaler Projektionen in ein zweidimensionales Bild, wobei typischerweise einige hundert Projektionswinkel verwendet werden. Durch die Faltung der Projektion mit speziellen Hochpassfiltern, wie dem Ram-Lak oder Shepp-Logan Filter, werden scharfe und präzise Bilder erzielt, was zeigt, wie Mathematik in der Praxis zur Verbesserung der Bildqualität beiträgt.

Die gefilterte Rückprojektion nutzt die inverse Radontransformation, um die ursprünglichen Bildinformationen aus den gemessenen Projektionen zu rekonstruieren. Dieser Prozess umfasst mehrere Schritte, die in modernen Algorithmen umgesetzt werden, um eine hohe Bildqualität zu gewährleisten. Die wichtigsten Schritte beinhalten die Fouriertransformation der Projektionen sowie die Rückprojektion der gefilterten Daten in die Bildebene.

Forschung und Invention

In der Welt der medizinischen Bildgebung sind auch moderne Ansätze wie das Magnetic Particle Imaging (MPI) von großer Bedeutung. MPI hat das Potenzial, strahlungsfreie Verfolgungen von Eisenoxidteilchen im Blutkreislauf zu ermöglichen. Die schnelle Messzeit macht diese Technologie besonders interessant in der Instrumententracking und Blutflussbestimmung. Aktuelle Forschungsprojekte fokussieren sich auf die Modellierung von dynamischen Teilchenkonzentrationen, die Formulierung geeigneter Regularisierungsverfahren und die Entwicklung schneller Lösungsalgorithmen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Zusammenfassend zeigt der bevorstehende Vortrag, wie eng die Mathematik mit medizinischen Anwendungen verknüpft ist und wie sie dazu beiträgt, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Die Thematik reichert nicht nur das Verständnis der Zuhörer über medizinische Bildgebung an, sondern öffnet auch Türen zu aktuellen Forschungstrends und Entwicklungen im Bereich der Bildverarbeitung.

Für weitere Informationen können interessierte Personen die Kontaktstellen der Universität Greifswald oder des Amtes für Bildung, Kultur und Sport in Greifswald nutzen. Die Kontaktinformationen sind auf der Webseite der Universität Uni Greifswald und den weiteren Links verfügbar.