Am 22. Juni 2026 feiert die Universität Ulm eine besondere Premiere: den ersten Paul Ehrlich Contest. Dieser Wettbewerb, der als medizinische Olympiade konzipiert ist, richtet sich an Medizinstudierende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel ist es, komplexe medizinische Aufgaben sowohl theoretisch als auch praktisch zu lösen. Der Contest verspricht, die Teilnehmer in verschiedenen Disziplinen wie Diagnosen, Wissensfragen und praktischen Fähigkeiten herauszufordern, um so das Fachwissen, Kombinationsvermögen, Reaktionsgeschwindigkeit und Teamarbeit der Studierenden auf die Probe zu stellen, wie uni-ulm.de berichtet.

Die Veranstaltung findet am 25. und 26. Juni im Hörsaal des Trainingshospitals „ToTrainU“ statt. Dort werden die Studierenden unter Zeitdruck Diagnosen erstellen, ihre praktischen Fähigkeiten in Übungen wie Reanimation und Narkoseeinleitung demonstrieren sowie Multiple Choice-Fragen aus medizinischen und naturwissenschaftlichen Fächern beantworten. Die Veranstaltung wird durch Professor Thomas Wirth, Dekan der medizinischen Fakultät der Universität, am Donnerstag um 10 Uhr eröffnet.

Wettbewerbsformate und Teilnahme

Der Paul Ehrlich Contest wird im Rahmen eines Wettkampfs in fünfköpfigen Teams ausgetragen. In der Vorrunde treten 16 Universitäten gegeneinander an, wobei die Hauptrunde am Freitag um 13 Uhr stattfindet. Die Teilnehmer erwarten spannende und herausfordernde Aufgaben, darunter sogenannte „klinische Fälle“, die als Hauptbestandteil des Wettbewerbs dienen. Am Freitag um 18 Uhr werden die Sieger bekannt gegeben. Teams haben sich monatelang auf diesen Wettbewerb vorbereitet, einschließlich der Erstellung eigener klinischer Fälle und Quizzen, um ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zu schärfen.

Die Entscheidung, den Wettbewerb erstmals in Ulm auszutragen, soll auch den Austausch und die Vernetzung über Ländergrenzen hinweg fördern. Dr. Michael Schön vom Institut für Anatomie und Zellbiologie an der Universität Ulm hat die Organisation des Events übernommen. Die Studierenden werden in diversen Bereichen geprüft, einschließlich Blickdiagnosen und Differentialdiagnosen, und die präsentierten medizinischen Materialien, wie Röntgen- und CT-Bilder, werden auf großem Bildschirm dargestellt.

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Idee eines Mediziner-Wettbewerbs ist nicht neu. In den vergangenen Jahren wurde der Paul Ehrlich Contest in Städten wie Berlin, Frankfurt oder Innsbruck ausgetragen, zuletzt in Innsbruck mit 15 Teams aus 20 Universitäten, wie umm.uni-heidelberg.de berichtet. Der Wettbewerb bietet Medizinstudierenden nicht nur die Möglichkeit, ihr Wissen zu testen, sondern auch, sich untereinander zu messen und zu vernetzen. Im Jahr 2024 qualifizierten sich die besten Teams für das Finale, in dem unter anderem ein Team aus Mannheim hervorragende Leistungen zeigte.

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Paul Ehrlich, nach dem der Wettbewerb benannt ist, ist bekannt als der Entdecker des ersten Antibiotikums im Jahr 1909 und gilt als prominente Figur in der Medizingeschichte. Sein Erbe prägt noch heute die medizinische Ausbildung, die durch Wettbewerbe wie diesen einen dynamischen und interaktiven Zugang vermittelt.

Studierende, Interessierte sowie Medienvertreter sind herzlich eingeladen, am Wettbewerb teilzunehmen und einen Einblick in die Herausforderungen und Errungenschaften der neuen Generation von Medizinern zu erhalten.