Am 22. Mai 2026 wollen die Akteure der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) ein Zeichen für die Umwelt setzen. Anlässlich des Weltumwelttags am Freitag, den 5. Juni 2026, laden die Universität, das IMD Labor Oderland und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Bewohner*innen der Stadt zu einer Müllsammelaktion ein. Diese Initiative soll nicht nur einen praktischen Beitrag zur Sauberkeit leisten, sondern auch das Bewusstsein für Umweltverantwortung und nachhaltiges Handeln stärken.
Die Aktivitäten beginnen um 13 Uhr an zwei Treffpunkten: Auf der Insel Ziegenwerder, konkret an der Holzbrücke hinter dem Gräfin-Dönhoff-Gebäude der Viadrina, sowie im Kleistpark am IMD Labor Oderland, Franz-Mehring-Straße 23 A. Dort werden Müllbeutel und Handschuhe bereitgestellt, um die Teilnehmenden zu unterstützen.
Mit Partnerhochschulen aktiv
Während in Frankfurt (Oder) fleißig gesammelt wird, finden zeitgleich ähnliche Aktionen an Partnerhochschulen der Europa-Universität Viadrina im Rahmen der europäischen Hochschulallianz ERUA statt. Dazu gehören Aktivitäten in Ländern wie den Kanarischen Inseln, Griechenland und Bulgarien. Diese internationale Dimension hebt den Charakter der Aktion hervor und verdeutlicht die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für ökologische Belange.
Durch die Verbindung zu den UN-Nachhaltigkeitszielen, insbesondere dem Ziel „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ sowie „Maßnahmen zum Klimaschutz“, wird die Bedeutung der Initiative unterstrichen. Die Organisatoren möchten einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung leisten und gleichzeitig Umweltbildung fördern.
Ein weiterer Blick auf Umweltthemen
Zeitgleich zu diesem Engagement in Frankfurt (Oder) findet eine interdisziplinäre Tagung in Kooperation mit der Katholischen Akademie Bayern, der Stiftung für Kulturelle Erneuerung und der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU statt. Anlass der Tagung ist das zehnjährige Jubiläum der Enzyklika „Laudato si’“, die als bedeutendes päpstliches Lehrschreiben gilt und weltweit auf Resonanz stößt. Diese Enzyklika wird als Kompass für sozial-ökologische Transformation anerkannt.
Die Tagung wird unter anderem kritische Fragen zur Wirkungsgeschichte von „Laudato si’“ behandeln. Dazu zählen Überlegungen zur Wirksamkeit marktwirtschaftlicher Instrumente und das Verständnis gesellschaftlicher Transformation im Kontext geostrategischer Konflikte. Auch die Rolle der Kunst zur Vermittlung eines neuen Naturverständnisses wird Thema sein. Ziel ist die offene Diskussion dieser Fragen mit Expert*innen aus Wissenschaft, Kirche, Gesellschaft und Kunst.
Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Markus Vogt und Dr. Martin Dabrowski organisiert, und das weltliche Oratorium „Wir sind Erde“, welches „Laudato si’“ vertont, wird in Ausschnitten diskutiert und präsentiert.
Insgesamt kommt in diesem Kontext der Hinweis auf das gemeinsame Streben nach nachhaltigen Lösungen für die Herausforderungen der gegenwärtigen Umweltkrise deutlich zur Geltung. Sowohl die Müllsammelaktion als auch die Tagung sind Ausdruck eines Engagements, das weit über lokale Maßstäbe hinaus reicht und zu einem globalen Bewusstsein für Umweltverantwortung aufruft.