Die Universität Münster hat eine bedeutende Förderung von etwa 700.000 Euro durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) erhalten, um das Projekt „BATTERY PIONEERS: Global Green Mobility Talent in Battery Research“ ins Leben zu rufen. Dies wurde von der Universität Münster angekündigt und markiert einen wichtigen Schritt in der Förderung der Batterieforschung am Standort Münster.

Das Hauptziel des Projekts ist es, hochqualifizierte internationale Promovierende für die Batterieforschung zu gewinnen und insbesondere den Frauenanteil in diesem Forschungsbereich zu erhöhen. Laut uni-muenster.de wird das Projekt von Juni 2026 bis Ende 2029 im Rahmen des DAAD-Förderprogramms „Academic Horizons – Attracting Global Minds“ finanziert. Der Antrag für die Förderung wurde vom International Office der Universität in Zusammenarbeit mit der Forschungsschule BACCARA, die sich mit Batterie-Chemie, Charakterisierung, Analyse, Recycling und Anwendung beschäftigt, eingereicht.

Geplante Maßnahmen zur Rekrutierung und Integration

Um die Rekrutierung internationaler Doktorandinnen und Doktoranden zu fördern, sind mehrere Maßnahmen vorgesehen. Dazu zählt eine jährliche Kennenlernwoche für interessierte Promotionskandidaten sowie der Aufbau einer digitalen Plattform zur Ansprache von potenziellen Promovierenden. Darüber hinaus wird ein modulares Programm zur Karriereentwicklung angeboten, das ein Labor zur Wissenschaftskommunikation beinhaltet, in dem Promovierende eigene Formate entwickeln können.

Ebenfalls geplant ist ein „Onboarding-Hub“, der KI-gestützte Beratung und individuelle Unterstützung bei Herausforderungen wie Wohnungssuche und Vertragsfragen bieten soll. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den neuen internationalen Talenten den Einstieg und die Integration in die Forschungsgemeinschaft zu erleichtern.

Fokus auf Frauen in der Forschung

Ein besonderes Anliegen des Projekts ist die Förderung von Frauen in der Batterieforschung. Gezielte Formate, die zur Sichtbarkeit, Karriereentwicklung und Vernetzung von Wissenschaftlerinnen beitragen, sollen etabliert werden. Dies steht im Einklang mit den Initiativen zur Steigerung der Chancengleichheit in der Wissenschaft, die von der Bundesregierung und anderen Institutionen im Rahmen der 1.000-Köpfe-Initiative unterstützt werden.

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Der Innovationsstandort „Battery City Münster“ wird durch wichtige Institutionen wie das MEET Batterieforschungszentrum, den Fachbereich Chemie und Pharmazie sowie das Helmholtz-Institut Münster verstärkt. Diese Konzentration von Forschungseinrichtungen, Firmen und Start-ups in der Region soll die Batterieforschung und -technologie nachhaltig vorantreiben.

Das DAAD-Förderprogramm ist Teil umfassenderer nationaler Bemühungen, internationale Wissenschaftler in Schlüsseltechnologien zu gewinnen, um Deutschland als Forschungsstandort zu stärken. Ergänzende Initiativen, die in den letzten Jahren gestartet wurden, wie „B@TS“ und die Programme durch „M-Era-Net“, zielen ebenfalls auf die Entwicklung konkurrenzfähiger und nachhaltiger Batterietechnologien ab. Dies wird in einem breiteren Kontext der Förderung von Batteriewertschöpfung und innovativen Lösungen in der Elektromobilität gesehen, wie von batterieforschung.de berichtet.

Projektleiter Prof. Dr. Martin Winter, der die Forschungsschule BACCARA gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Glorius leitet, wird die Umsetzung dieser ambitionierten Maßnahmen vorantreiben und sicherstellen, dass der Standort Münster zu einem globalen Zentrum der Batterieforschung wird.