In einem bemerkenswerten Austausch von Ideen und Kulturen versammelten sich Mitte Mai 2026 Studierende und Dozierende der Musik und Sozialen Arbeit aus sieben verschiedenen Ländern an der Universität Vechta. Das Event wurde im Rahmen eines sechs-tägigen Blended Intensive Programmes, gefördert durch Erasmus+ mit einem Gesamtbudget von 8000 Euro, organisiert. Der Titel des Programms lautete: „Cultural and social well-being – Identity and participation” und befasste sich intensiv mit den Themen kulturelles Wohlbefinden und Identität.
Während der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich mit innovativen Anwendungen von Musik und Kunst in der Sozialen Arbeit auseinanderzusetzen. Ein besonderes Highlight war ein Improvisationsworkshop, geleitet von Dr. Oliver Schöndube, der sich auf individuelles Erfahrungslernen konzentrierte. Ergänzt wurde das umfangreiche Programm durch einen Besuch des Evangelischen Kinderdorfes Johannesstift Vechta sowie ein abwechslungsreiches Freizeitangebot mit sozialen und kulturellen Aspekten.
Internationale Teilnehmende und neue Kooperationen
Erstmals nahmen während dieser Woche Studierende der Petro Mohyla Schwarzmeeruniversität aus der Ukraine teil. Das Team um Dozentin Ariana Zaharova brachte vier Studierende mit, die die Möglichkeit hatten, ihre Perspektiven einzubringen. Die Veranstaltung war Teil einer Kooperation, die 2023 von Hanna Turunen und Magnus Frampton initiiert wurde und nun bereits zum vierten Mal stattfand.
An diesem Austausch waren folgende Institutionen beteiligt: die Hochschule Savonia (Finnland), die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Österreich), Algoma University (Kanada), die Universität Trieste (Italien), Bournemouth University (Großbritannien), Vilnius University Šiauliai Academy (Litauen) sowie Tallinn Universität (Estland). Die Teilnehmenden äußerten sich durchweg positiv zur Lernatmosphäre und schätzten insbesondere die Möglichkeit, inklusive und künstlerisch orientierte Methoden kennenzulernen. Die Bereitschaft, neue internationale Freundschaften zu knüpfen, war ebenfalls ein zentrales Ergebnis dieser Woche.
Erasmus+ als Förderer der europäischen Zusammenarbeit
Das Programm Erasmus+ wird in Deutschland durch vier Nationale Agenturen koordiniert, die sich darauf konzentrieren, die Chancen und Möglichkeiten des Programms für Studierende und Bildungseinrichtungen verständlich und serviceorientiert zu gestalten. Diese Agenturen spielen eine entscheidende Rolle in der Unterstützung der EU-Bildungszusammenarbeit und tragen zur Gewährleistung von Kontinuität und Expertise in den betreffenden Bildungsbereichen bei. Studierende, die an zukünftigen Projekten interessiert sind, können sich für mehr Informationen an Magnus Frampton wenden.
Die nächste Veranstaltung dieses Formats ist bereits für den Sommer 2027 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien geplant.