Am 29. Juni 2026 wurde Prof. Dr. Marit Kristine List als Juniorprofessorin für Methoden der empirischen Bildungsforschung an der Leuphana Universität Lüneburg vorgestellt. Ihr Fokus liegt auf der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), einem Konzept, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. In einem sich schnell verändernden globalen Kontext sind Themen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und soziale Gerechtigkeit zentrale Aspekte ihres Forschungsbereichs. Sie hebt hervor, dass gängige Schulfächer wie Biologie, Politik und Erdkunde sich intensiv mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen können, um Schüler zu motivieren, nachhaltiger zu denken und zu handeln.

Prof. List plant unter anderem die Entwicklung eines wissenschaftlichen Tests, um die Kompetenzen von Lehrkräften in der nachhaltigen Bildung systematisch zu erfassen. „Lehrkräfte müssen nicht nur Umweltwissen besitzen, sondern auch die politischen, gesellschaftlichen und psychologischen Zusammenhänge verstehen“, erklärt sie. Insbesondere im Unterricht über den Artensterben sind kritische Fragen zu Konsum und globaler Gerechtigkeit von zentraler Bedeutung. Die emotionale Belastung, die diese Themen mit sich bringen, wird ebenfalls von ihr betrachtet. Wie Lehrkräfte diese Herausforderungen meistern, ist ein wichtiger Aspekt ihrer Forschung.

Methoden und Forschungsansatz

In ihrer Forschung bedient sich Prof. List einer Vielzahl von Methoden aus der empirischen Bildungsforschung, einschließlich internationaler Bildungsstudien wie PISA und qualitativer Interviews. Auch psychologische Fragebogenstudien gehören zu ihrem Repertoire. Ihre Studierenden profitieren von einer breiten Methodenkenntnis, die ihnen hilft, wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch zu betrachten.

List, die Psychologie, Philosophie und Kognitionswissenschaft studierte, promovierte 2018 an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Ihre berufliche Laufbahn führte sie über das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik bis zur Universität Kassel und zuletzt zum DIPF, bevor sie ihre neue Position an der Leuphana Universität antrat.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

BNE hat sich als zentrales Element einer zukunftsfähigen Bildung etabliert. Laut dem Bundesbildungsministerium fördert BNE das Verständnis für ökologische, soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge und ist Teil der 17 Ziele für eine nachhaltige Gesellschaft, die durch die Vereinten Nationen 2015 verabschiedet wurden. Insbesondere Ziel 4 dieses Nachhaltigkeitsprojekts hebt die Bedeutung qualitativ hochwertiger Bildung hervor, die BNE umfasst.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Bundesregierung hat seit 2015 die Umsetzung der UNESCO-Programme für BNE in Deutschland koordiniert. Ein wichtiges Ziel besteht darin, BNE in allen Bildungsbereichen strukturell zu verankern. Die Nationale Plattform BNE fungiert als oberstes Lenkungsgremium des BNE-Prozesses in Deutschland und wird von Entscheidungsträgern aus verschiedenen Bereichen geleitet. Darunter fallen BNE-Foren und -Partnernetzwerke, die die Zusammenarbeit und den Austausch bewährter Praktiken fördern.

In einem schnelllebigen Umfeld ist das Engagement für BNE von großer Bedeutung. Das BNE-Jugendforum youpaN, bestehend aus 30 engagierten jungen Menschen, zeigt, dass diese Bewegung auch von der Jugend aktiv getragen wird. BNE eröffnet den Menschen die Möglichkeit, die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf die Umwelt besser zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

Zusammengefasst ist die Arbeit von Prof. Dr. Marit Kristine List an der Leuphana Universität ein wichtiger Schritt in Richtung einer umfassenden und fundierten Bildung für nachhaltige Entwicklung, die den Herausforderungen unserer Zeit gerecht wird. Weitere Informationen zu ihrer Arbeit und den Zielen von BNE finden Sie in den Berichten von Leuphana, der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Leuphana, Kultusministerkonferenz, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.