Das Thema Nachhaltigkeit rückt zunehmend in den Fokus der Gesellschaft, und die Universität Passau setzt mit den „Nachhaltigen Wochen“ neue Akzente. Vom 15. bis 22. Juni 2026 organisiert die Stabsstelle Klimaschutz der Universität diese Veranstaltungsreihe, die unter anderem das europäische Flussfahrtprojekt BatoLabo mit dem traditionellen Lastkahn „La Fillonnerie“ an der Ortsspitze umfasst. Ziel des Projekts ist es, kulturelle Brücken zwischen den Flüssen Europas zu schlagen und den Austausch über den Schutz der Donau zwischen Künstlern, Wissenschaftlern und Anwohnern zu fördern. Die Universität Passau beschreibt die Reihe als einen wichtigen Schritt hin zu einem nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Die Auftaktveranstaltung am 15. Juni beginnt um 19 Uhr mit einer literarisch-musikalischen Performance von Fiston Mwanza Mujila. Bereits am gleichen Tag sind auch verschiedene Besichtigungen und Interviews mit Studierenden der Fachbereiche Kunst und Design geplant. Ziel von BatoLabo ist es, die Verbundenheit mit Fließgewässern zu untersuchen, indem es mit Anwohnern und Organisationen am Flussufer interagiert. Das Projekt operiert seit September 2025 und erstreckt sich von der Loire bis zum Donaudelta, mit dem Fokus auf die kulturellen und wissenschaftlichen Aspekte der Wassernutzung, Lebensarten und Vorstellungen, die mit den Flüssen verbunden sind.
Vielfältige Veranstaltungen
Im Laufe der Nachhaltigen Wochen sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, darunter:
- 15. Juni: Tag des Offenen Bootes mit Verdolmetschung durch Studierende der FFA KW und zahlreichen künstlerischen Darbietungen.
- 16. Juni: Der Vortrag „BatoLabo – A River Living Lab“ wird von 10:15 bis 11:45 Uhr stattfinden. Auch am Nachmittag sind weitere Besucherführungen an Bord des „La Fillonnerie“ vorgesehen.
- 17. Juni: Fortsetzung des Tags des Offenen Bootes, ebenfalls mit Verdolmetschung und weiteren Besichtigungen.
- 18. Juni: Launch des Green Office mit einer Podiumsdiskussion zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
- 19. Juni: Transformierender Spaziergang durch Passau.
- 20. Juni: Tag der Offenen Werkstatt im Innwerk, wo kreative Projekte vorgestellt werden.
- 21. Juni: Klimapuzzle-Workshop, der eine interaktive Auseinandersetzung mit dem Thema Klimawandel bietet.
Die gesamte Veranstaltungsreihe findet in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulgruppen, Studierenden und Dozierenden der Universität Passau statt. Weitere Informationen sowie Anmeldemöglichkeiten sind auf der Website der Universität Passau zu finden.
Ein Beitrag zur Klimaneutralität in der Kultur
Der BatoLabo-Projektansatz ist Teil eines größeren Trends innerhalb der Kunst- und Kultursektoren, sich intensiver mit der eigenen Klimawirkung auseinanderzusetzen. Die Kulturstiftung des Bundes hat das Programm „Zero“ ins Leben gerufen, das Kultureinrichtungen zur Mitwirkung an einer bundesweiten Nachhaltigkeitsinitiative einlädt. Ziel des Programms ist eine Ausrichtung des Handels an ökologischen Nachhaltigkeitszielen und eine Sensibilisierung für klimaneutrales Produzieren. Bis 2027 stehen dafür insgesamt 8 Millionen Euro zur Verfügung, um innovative Projekte zu unterstützen.
Diese Veranstaltung an der Universität Passau markiert nicht nur den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren der Kulturszene, sondern auch den Willen, nachhaltige Perspektiven in die eigene Praxis zu integrieren.