Am 26. Juni 2026 wurde Prof. Dr. Jürgen G. Nagel auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Globalgeschichte (GfGG) einstimmig zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Die Versammlung fand an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt und markiert einen bedeutenden Moment für die Organisation. Nagels Amtszeit beträgt vier Jahre, in denen er die strategische Ausrichtung der Gesellschaft mitgestalten wird. Dies ist eine bedeutende Wahl, die auch die Verantwortung des neuen Vorsitzenden unterstreicht, die Globalgeschichte weiter voranzutreiben und die wissenschaftlichen Aktivitäten zu fördern.

Besonders hervorzuheben ist, dass Barbara Jordans, Doktorandin an der FernUniversität, während dieser Tagung den renommierten Behaim-Preis für ihre Dissertation erhielt. Ihr Werk mit dem Titel „… den Töchtern des Landes eine rechte Mutter sein … Interaktion von Batakfrauen und Missionsschwestern der Rheinischen Mission in Sumatra 1889–1940“ wurde im Frühjahr 2026 erfolgreich abgeschlossen und von Prof. Dr. Reinhard Wendt betreut. Die Preisvergabe wurde von dem vorherigen GfGG-Vorsitzenden Prof. Dr. Mark Häberlein durchgeführt, was die Kontinuität und Unterstützung innerhalb der Gesellschaft verdeutlicht.

Wissenschaftliche Erfolge und Sichtbarkeit

Die Auszeichnungen und Erfolge von Nagel und Jordans belegen die wachsende Sichtbarkeit und wissenschaftliche Kompetenz der FernUniversität in der Globalgeschichtsforschung. Diese Entwicklungen stehen im Einklang mit dem zunehmenden Interesse an den globalen Verflechtungen und Austauschprozessen, die auch in der Geschichtswissenschaft intensiv diskutiert werden. Forschungen in der Globalgeschichte knüpfen dabei an lange Traditionen der außereuropäischen Geschichte sowie an der europäischen Expansion und der Geschichte einzelner Weltregionen an.

Die Umbenennung der „Gesellschaft für Überseegeschichte“ in „Gesellschaft für Globalgeschichte“ spiegelt den aktuellen Wandel des wissenschaftlichen Diskurses wider. Diese Entwicklung wird durch die Gründung des Periodikums „Globalgeschichte / Global History“ unterstützt, das als Nachfolger des „Jahrbuch für Europäische Überseegeschichte“ konzipiert wurde. Das Journal bietet ein Forum für wissenschaftliche Aufsätze, Debattenbeiträge und Literaturberichte sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache.

Zukünftige Ausgaben und Themen

Die Publikation beleuchtet verschiedene Aspekte des dynamischen Forschungsfeldes der Globalgeschichte. Unter den Herausgebern befinden sich namhafte Wissenschaftler wie Mark Häberlein, Christine Hatzky, Jürgen G. Nagel und Markus A. Denzel. Geplante Ausgaben und Themen sind bereits festgelegt:

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  • 2023: Geopolitische Narrative und geographical imaginations von der Frühen Neuzeit bis ins 21. Jahrhundert
  • 2024: Ausgaben 2,1 und 2,2
  • 2025: Ausgaben 3,1 und 3,2
  • 2026: Ausgabe 4

Diese richtungsweisenden Veränderungen und die beeindruckenden Leistungen der Mitglieder der GfGG zeugen von einer lebendigen und dynamischen Community, die die Globalgeschichte aktiv gestaltet und vorantreibt. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website der GfGG sowie bei Harrassowitz Verlag und Gesellschaft für Globalgeschichte.