Am 1. Juni 2026 tritt Dr. Maren Kuschke ihre Position als neue Professorin für Elektroenergieversorgung und nachhaltige Elektroenergiesysteme an der Technischen Universität Chemnitz an. Die Berufungsurkunde, die an sie überreicht wurde, unterstreicht die Bedeutung ihrer Expertise in einem Bereich, der in Zeiten der Energiewende immer mehr an Relevanz gewinnt. Prof. Dr. Anja Strobel, Prorektorin für Forschung und Universitätsentwicklung, übergab die Urkunde in einer feierlichen Zeremonie, die als Meilenstein für die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik gewertet wird.

Dr. Kuschke bringt ein beeindruckendes Portfolio an akademischen und beruflichen Erfahrungen mit. Ihre Ausbildung begann an der Technischen Universität Berlin und der Königlichen Technischen Hochschule Stockholm. Für ihre herausragenden Leistungen wurde sie unter anderem mit dem VDI Preis und dem IEEE PES German Chapter Best Master Thesis Award ausgezeichnet. Ihre Promotion im Jahr 2014 an der TU Berlin widmete sie der Dissertation „Grid-Integrative Modeling and Control of Hydrokinetic Energy Systems“, die von der Reiner Lemoine Stiftung gefördert wurde.

Berufliche Stationen und Forschungsschwerpunkte

In ihrer beruflichen Laufbahn hat Dr. Kuschke in verschiedenen bedeutenden Funktionen gedient. Unter anderem leitete sie die Organisation der IEEE PES Innovative Smart Grid Technologies (ISGT) Europe 2012 in Berlin und war Mitglied der VDE Task Force Infrastruktur für DC-Overlay-Netze. Zudem war sie operative Leiterin der OVANET-Forschungsprojekte von 2014 bis 2026 und ist seit 2022 wissenschaftlich-technische Leiterin des Smart Grid Labors am Fachgebiet SENSE der TU Berlin.

An der TU Chemnitz wird Dr. Kuschke ihre Forschung auf die mathematische Modellbildung, Analyse und Entwicklung zukunftsweisender Stromnetze konzentrieren. Sie plant, sich insbesondere mit AC-DC-Netzen, dezentralen Multi-Energie Smart Grids und der Regelung erneuerbarer Energien auseinanderzusetzen. Des Weiteren ist die Entwicklung von Laboreinrichtungen zur Modellidentifikation, Validierung und Prototypentwurf Teil ihrer Forschungsschwerpunkte.

Vision für die Lehre

Für die Lehraktivitäten an der TU Chemnitz hat Dr. Kuschke die Zielsetzung, Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein, ethische Grundsätze, Kreativität und Innovationsgeist zu fördern. Ihre bisherigen Auszeichnungen, darunter der IEEE PES Prize Paper Award 2015, zeugen von ihrer anerkannten Expertise und ihrem Engagement in diesem Bildungsbereich.

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Der Aufstieg nachhaltiger Energieerzeugung, vor allem durch Technologien wie Photovoltaik und Windkraft, erfordert eine umfassende Neugestaltung der Energieversorgung. Laut tu-dresden.de ist die Notwendigkeit einer verstärkten Konvergenz zwischen verschiedenen Energieträgern unverzichtbar. In diesem Kontext spielen Smart Grids eine fundamentale Rolle.

Smart Grids sind nicht nur entscheidend für die Kommunikation und intelligente Steuerung von Verbrauchs- und Erzeugungseinheiten, sondern auch zur Vermeidung von Netzengpässen. Sie tragen zur Erhöhung der Zuverlässigkeit auf der Grundlage einer zellularen Struktur des Gesamtsystems bei. Die Studierenden an der TU Chemnitz werden durch Dr. Kuschkes Initiativen die Gelegenheit erhalten, sich mit den komplexen Herausforderungen des modernen Energiemarktes auseinanderzusetzen.

Das Smart Grid Architecture Model (SGAM), beschrieben von dke.de, ist eine strukturierte Methode, die die Planung und Analyse von Smart Grids unterstützt. Es unterteilt das Smart Grid in ötive Schichten und Domänen, was die Interoperabilität verschiedener Komponenten sichert. Dieses Modell wird eine zentrale Rolle in den Lehrinhalten von Dr. Kuschkes Professur spielen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dr. Kuschkes Berufung an die TU Chemnitz nicht nur die Fakultät bereichert, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung innovativer Energieversorgungslösungen leisten wird.