Neue Professorin an der UDE: Literatur im digitalen Zeitalter revolutionieren!
Am 16. Juni 2026 wurde Prof. Dr. Lily Tonger-Erk offiziell als neue Literaturwissenschaftlerin und Rhetorikforscherin an der Universität Duisburg-Essen (UDE) vorgestellt. Ihre Ernennung markiert einen bedeutenden Schritt in der interdisziplinären Forschung und der Ausbildung im Bereich der Literatur und Rhetorik.
Tonger-Erk bringt umfangreiche Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen der Literaturwissenschaft mit. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählt die Untersuchung, wie Sprache in Literatur, Medien und öffentlichen Räumen eingesetzt wird, um Menschen zu erreichen und zu überzeugen. Besonders im Fokus steht ihre Analyse der Gegenwartsliteratur und die Ausdrucksmöglichkeiten für nichtbinäre Identitäten, insbesondere hinsichtlich Gendersternchen und Neopronomen. Diese Themen sind besonders relevant in einer immer diverser werdenden Gesellschaft, die sich mit Fragen der Identität und Repräsentation auseinandersetzt.
Aktuelle Forschung und ihre Bedeutung
Ein weiterer zentraler Punkt in Tonger-Erks Forschung ist der Wandel der literarischen Öffentlichkeit sowie die Entwicklung neuer Formen der Literaturkritik in digitalen Räumen wie BookTok. Die Plattform, die sich zunehmend zu einem wichtigen Forum für literarische Diskussionen und Buchrezensionen entwickelte, zeigt, wie soziale Medien die Wahrnehmung und Rezeption von Literatur verändern.
Darüber hinaus beschäftigt sich Tonger-Erk mit der Rolle von Literaturfestivals, wie lit.Cologne und Duisburger Akzente, in einer postmigrantischen Gesellschaft. Diese Festivals sind nicht nur kulturelle Ereignisse, sondern auch Plattformen für den Austausch sowie die visuelle und akustische Auseinandersetzung mit Literatur.
Die Bedeutung von Rhetorik in der Ausbildung
Ein wichtiges Anliegen von Prof. Dr. Tonger-Erk ist die Bedeutung einer fundierten Ausbildung im Bereich Rhetorik für angehende Lehrkräfte. In Zeiten von digitaler Manipulation sieht sie es als essenziell an, dass Schüler befähigt werden, kritisch mit Informationen umzugehen. Eine solide Rhetorik-Ausbildung kann hierbei unterstützend wirken.
Ihre akademische Laufbahn begann sie mit einem Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Angewandten Kulturwissenschaften von 1997 bis 2004. In 2010 promovierte sie an der Universität Münster mit Auszeichnung. Anschließend war sie in diversen Lehr- und Forschungskompetenzen aktiv, unter anderem als Lehrbeauftragte in Münster und Zürich sowie als akademische Rätin an der Universität Tübingen. Ihre Forschung wurde nicht nur mehrfach ausgezeichnet, sondern auch durch verschiedene Förderprogramme unterstützt.
Mit ihrer Ernennung an die UDE setzt Tonger-Erk einen weiteren bedeutenden Akzent in der sich ständig weiterentwickelnden Diskussion um Sprache, Identität und Literatur im digitalen Zeitalter. Ihre Expertise wird maßgeblich dazu beitragen, die akademische Auseinandersetzung mit diesen Themen voranzutreiben.
Uni Duisburg-Essen berichtet, dass …
