Neue Stipendiatinnen für mehr Bildungsgerechtigkeit in Dortmund!
Am 25. Juni 2026 wurden 70 neue Stipendiaten an der Anne-Frank-Gesamtschule in Dortmund begrüßt, ein bedeutender Meilenstein für das Lehramtsstipendium Ruhr. Schulleiter Bernd Bruns hebt hervor, wie wertvoll die Unterstützung dieser Stipendiaten ist. Sie engagieren sich intensiv für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf, helfen sowohl bei Rechenaufgaben als auch bei alltäglichen Herausforderungen. Bruns äußert, dass die Rekrutierung von Lehrkräften in der Region eine große Herausforderung darstellt und die Stipendiaten eine wichtige Unterstützung für die Schule bieten. Insgesamt sind mittlerweile 210 Stipendiaten Teil des Programms, das seit drei Jahren erfolgreich läuft.
Das Lehramtsstipendium Ruhr, gefördert von der Landesregierung, der RAG-Stiftung, der Wübben Stiftung Bildung und den Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen, wurde ursprünglich für zwei Jahrgänge konzipiert, erfährt nun jedoch eine dritte Erweiterung. Alex Humpf von der RAG-Stiftung und Dr. Markus Warnke von der Wübben Stiftung Bildung waren ebenfalls beim Empfang der neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten anwesend, was die Wichtigkeit und den großen Rückhalt des Programms unterstreicht. Im kommenden Jahr haben weitere 70 Studierende die Möglichkeit, als Stipendiaten in das Programm aufgenommen zu werden.
Ziele und Inhalte des Programms
Das Lehramtsstipendium Ruhr verfolgt das Ziel, Lehramtsstudierende der Ruhr-Universität Bochum, TU Dortmund und Universität Duisburg-Essen zu fördern, die sich aktiv für Bildungsgerechtigkeit einsetzen. Die Stipendiaten erhalten eine monatliche finanzielle Unterstützung von 300 Euro sowie vielfältige Fördermaßnahmen, darunter ein Begleitprogramm zur Persönlichkeitsentwicklung. Dieses Programm ermöglicht den Stipendiaten, wertvolle Praxiserfahrungen als Lernhelfer an Schulen in herausfordernden Lagen des Ruhrgebiets zu sammeln. Der Zugang zu einem Vorbereitungsdienst an Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung im Ruhrgebiet wird den Teilnehmern ebenfalls erleichtert.
Die Voraussetzungen für die Bewerbung sind klar definiert. Interessierte Studierende müssen derzeit an einer der drei beteiligten Universitäten immatrikuliert und im ersten oder zweiten Fachsemester des Bachelor-Studiums eingeschrieben sein. Außerdem ist ein ehrenamtliches Engagement von Vorteil und sollte die Interessen der Stipendiatinnen und Stipendiaten widerspiegeln. Bewerbungen sind bis zum 26. Januar 2026 möglich und die Stipendiaten werden innerhalb von 14 Tagen nach dem Auswahlgespräch informiert.
Chancengerechtigkeit und Diversität
Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Förderung von talentierten Studierenden ist die Chancengerechtigkeit. Die Studienstiftung des deutschen Volkes setzt sich dafür ein, Diversität im Bildungsbereich zu fördern. Ein Bekenntnis zur Vielfalt ist Teil des Leitbilds der Stiftung, die im Rahmen des Stipendiums ein breites Spektrum an politischen, religiösen und weltanschaulichen Haltungen begrüßt. Stipendiaten werden dazu ermutigt, ihre Überzeugungen zu vertreten und gleichzeitig Toleranz und Respekt für andere Standpunkte zu fördern. Maßnahmen, um ein faires Auswahlverfahren zu gewährleisten, sind Teil des Programms und werden auch in den Begleitmaßnahmen berücksichtigt.
Das Lehramtsstipendium Ruhr ist somit nicht nur ein wichtiger Baustein für die Unterstützung von Studierenden, sondern auch ein wertvolles Instrument, um die Bildungslandschaft im Ruhrgebiet nachhaltig zu verbessern. Es stellt sicher, dass engagierte Studierende die Chance erhalten, ihre Fähigkeiten zu entfalten und die nächste Generation von Schülerinnen und Schülern positiv zu beeinflussen. Durch die verschiedenen Fördermaßnahmen wird eine solide Grundlage für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit geschaffen, die in der Region von großer Bedeutung ist.
