Die Universität Hohenheim in Stuttgart erweitert ihr Bildungsangebot im Bereich Agrarwissenschaften und führt zum Sommersemester 2026 eine neue Studienrichtung „Gartenbauwissenschaften“ ein. Diese innovative Fachrichtung zielt darauf ab, den nachhaltigen Anbau gartenbaulicher Kulturen zu fördern. Die Studierenden werden lernen, wie Wasser und Nährstoffe effizient genutzt werden können. Darüber hinaus stehen innovative Anbaumethoden im Vordergrund, die zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen.

Mit dem Aufstieg der globalen Temperaturen und den Folgen des Klimawandels wächst der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Gartenbau erheblich. In Deutschland sind landwirtschaftliche Betriebe zunehmend mit Herausforderungen wie Hitze, Dürre und Starkregen konfrontiert, was unmittelbare Auswirkungen auf die Ernteerträge hat. Gemäß dem Bericht von landwirtschaft.de müssen sich die landwirtschaftlichen Praktiken an diese Veränderungen anpassen.

Lehrangebot und Forschungsfokus

Das Lehrangebot der neuen Studienrichtung umfasst ein breites Spektrum an Modulen zu den Themen nachhaltiger Gemüse-, Obst- und Weinbau sowie Gartenbautechnik. Die Studierenden erhalten auch eine fundierte Ausbildung in pflanzenbaulichen und wirtschaftlichen Grundlagen. Die Integration von naturwissenschaftlichen, technischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten in die Lehre ist ein zentrales Element des Studiengangs.

Die Universität Hohenheim plant außerdem die Einrichtung von zwei neuen Professuren: Gartenbausystemtechnik und Gartenbauwissenschaften. Prof. Dr. Margita Hefner wird sich dabei auf Obst- und Gemüsebau konzentrieren. Ihr Ziel ist es, nachhaltige Verbesserungen im Nährstoffkreislauf und in der Biodiversität zu erforschen. Prof. Dr. Heike Mempel hingegen wird sich mit technischen Innovationen und dem Konzept des Vertical Farming beschäftigen.

Praxisnahe Lernorte

Zur Unterstützung der Lehre steht den Studierenden eine umfangreiche Infrastruktur zur Verfügung. Dazu gehören Versuchsstationen und das Phytotechnikum, das größte Forschungsgewächshaus Europas. Weiterhin fördern der Lehrgarten und die Hohenheimer Gärten praxisnahe Lernorte und umfangreiche Forschung zu regionalen sowie internationalen Herausforderungen im Gartenbau.

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Ein wichtiger Bestandteil der strategischen Ausrichtung der Universität ist auch das Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau (ZBG) sowie das Zentrum für Ökologischen Landbau (ZÖLUH). Diese Einrichtungen bündeln praxisnahe Forschung zu ökonomischen und nachhaltigen Anbausystemen und tragen zur Attraktivität der neuen Studienrichtung bei.

Einladung zur Bewerbung und zum Tag der offenen Tür

Studierende, die Interesse an dieser zukunftsweisenden Studienrichtung haben, können sich bis zum 30. September 2026 für das Wintersemester bewerben. Um einen Einblick in das Studienangebot zu erhalten, lädt die Universität am 4. Juli 2026 von 12 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.

In Anbetracht der ernsthaften Auswirkungen des Klimawandels ist eine solche akademische Initiative besonders wichtig. Landwirte stehen zunehmend vor neuen Herausforderungen, die durch die Zunahme von Extremwetterereignissen entstehen. Laut uni-hohenheim.de müssen sich die landwirtschaftlichen Praktiken anpassen, um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken und nachhaltig zu produzieren.

Die Universität Hohenheim positioniert sich mit der Einführung der Gartenbauwissenschaften als Vorreiter in der Ausbildung von Fachkräften, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sind. Innovative Lösungen und ein interdisziplinärer Ansatz werden entscheidend sein, um den Bedürfnissen der modernen Landwirtschaft gerecht zu werden.