Am 15. Mai 2026 präsentiert die Technische Universität Braunschweig spannende Neuigkeiten aus der Welt der Wissenschaft und Technik. Insbesondere der neue Name für den Gemeinsamen Campus Wolfsburg, nun als WeCampusWOB bekannt, verdeutlicht den Fokus auf die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtgesellschaft. Diese Entwicklung wird von verschiedenen Initiativen und Forschungsergebnissen begleitet, die Interesse an der Universität wecken.

Ein herausragendes Beispiel für innovative Forschungsarbeit ist die Auszeichnung von Prof. Stefan Dübel und Prof. Michael Hust mit dem internationalen „Replication Prize“ der US-Gesundheitsbehörde. Die beiden Forscher wurden für die Entwicklung künstlicher Antikörper geehrt, die dazu beitragen, Tierversuche zu vermeiden. Dieses Projekt zeigt den Fortschritt der biomedizinischen Forschung an der Universität auf.

3D-Druck und Raumfahrtmedizin

Ein weiteres bemerkenswertes Projekt ist das Experiment zum 3D-Druck in Schwerelosigkeit, das im Rahmen des REXUS-Programms durchgeführt wurde. Hier haben das ERIG e.V. und das Institut für Raumfahrtsysteme ein Experiment erfolgreich mit REXUS 35 bis in 75 Kilometer Höhe geflogen. Die Forschung zielt darauf ab, die medizinische Versorgung von Astronauten während langfristiger Missionen zu verbessern.

Im Kontext dieser Forschung berichteten Mitarbeitende des Berliner Instituts für Gesundheit in der Charité über den Einsatz eines 3D-Druckers in Schwerelosigkeit, der biologisches Wundpflaster für Astronauten drucken kann. Die Ergebnisse dieser Studie, veröffentlicht im Journal Advanced Science, zeigen das Potenzial, Brandwunden im All effizient zu behandeln. Diese Herausforderung ist nicht zu unterschätzen, da sowohl auf der Erde als auch im All Brandwunden tief und großflächig sein können.

Die Forscher haben sich mit der Firma Cellbricks zusammengeschlossen, um einen Druckmechanismus zu entwickeln, der aus lebenden Hautzellen und modifizierter Gelatine besteht. Diese Kombination härtet bei UV-Belichtung aus und ermöglicht es, das Wundpflaster individuell anzupassen. Der gesamte Druckprozess im Digital Light Processing (DLP) Verfahren dauert maximal eine Stunde und kann durch eigene Haut- oder Stammzellen personalisiert werden. Während eines Parabelflugs wurde getestet, wie gut dieser Druck unter wechselnden Gravitationsbedingungen funktioniert, das Team zeigte sich optimistisch für die Anwendung im All.

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Bildung und Veranstaltungen

Zusätzlich zu den zahlreichen Forschungsaktivitäten bietet die TU Braunschweig verschiedenen Veranstaltungen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Am 2. Juni wird Prof. Gisela Detrell von der TUM einen Vortrag über das Überleben auf Mond und Mars halten, und am 29. Mai findet der Hochschulinformationstag (HIT) statt, an dem Studieninteressierte die Möglichkeit haben, Schnuppervorlesungen und Campusführungen zu erleben.

Das university:future festival am 23. Juni versammelt digitale Visionär*innen, um innovative Ideen zu präsentieren. Der Eintritt ist kostenlos. Eine aktuelle Umfrage zur Universitätsbibliothek lädt TU-Mitglieder ein, ihre Meinungen zu den fehlenden Zeitschriften im Angebot zu teilen, um das Angebot zu verbessern. Zudem berichtet der Informatik-Studentin Caroline Krebs in ihren Erfahrungen über ihr Auslandssemester am IIT Bombay, was einen weiteren kulturellen und akademischen Austausch fördert.

Der Monat Mai bringt auch einen Wissensnugget #17 mit Prof. Dr. Lukas Henze von der TU Hamburg, der am 21. Mai über den Einsatz von KI-Tutoren in der Lehre sprechen wird. Für den „Lower Saxony–Scotland Joint Forum“ können Abstracts bis zum 21. Juni eingereicht werden, wobei solche Formate den Austausch zwischen den Bildungseinrichtungen fördern. Schließlich wird die Fakultät für Maschinenbau die Absolvent*innen des Jahres 2025 mit einem besonderen Festakt ehren, und Dr.-Ing. Steffen Blömeke erhält den Manfred Hirschvogel Preis für seine Dissertation zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien.