Ab dem 1. Juni 2026 wird Prof. Dr. Alexander Schaum die Rolle des Prorektors für Digitalisierung an der Universität Hohenheim in Stuttgart übernehmen. Die Wahl durch den Senat am heutigen 13. Mai 2026 macht das neue Leitungsteam der Hochschulleitung komplett. Prof. Schaum tritt die Nachfolge von Prof. Caroline Ruiner an, die während ihrer Amtszeit auch das wichtige Thema Nachhaltigkeit betreute. Dieses bleibt bei Rektor Prof. Christoph Schneider und Kanzlerin Dr. Katrin Scheffer angesiedelt; weitere Änderungen sollen im Rahmen des Strategieprozesses entschieden werden.

Die Digitalisierung ist ein zentrales Anliegen der Universität Hohenheim, das seit 2018 Teil des Strategie- und Entwicklungsplans ist. Prof. Schaum, ein Spezialist für Automatisierungs- und Regelungstechnik, plant, seinen Fokus auf das Forschungsdatenmanagement sowie die Resilienz der digitalen Infrastruktur zu legen. Mit einer Wahl von 24 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und drei Enthaltungen ist sein Mandat für vier Jahre fixiert.

Das neue Leitungsteam

Das Team der Prorektor:innen wurde im April 2026 gewählt. Neben Prof. Schaum sind dies:

  • Prof. Julia Fritz-Steuber (Forschung, wissenschaftliche Karrieren und Transfer)
  • Prof. Sebastian Hess (Studium und Lehre)
  • Prof. Andreas Pyka (Internationalisierung)

Rektor Schneider hat seine Amtszeit am 1. Oktober 2025 begonnen, während Dr. Scheffer bereits seit dem 1. April 2016 die Kanzlerin ist.

Prof. Schaum bringt umfangreiche Erfahrung mit, die er während seiner Ausbildung an der Universität Stuttgart und seiner Promotion in Regelungstechnik an der UNAM in Mexiko gesammelt hat. Seine Karriere führte ihn über Stationen als Postdoktorand und Gastprofessor in Mexiko zurück nach Deutschland, wo er an der Universität Kiel tätig war, bevor er 2020 an die Universität Hohenheim berufen wurde.

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Forschung und Digitalisierung

Der Lehrstuhl, den Prof. Schaum leitet, befasst sich mit Wirtschaftsinformatik und Management, wobei er interdisziplinär mit Themen der Psychologie, Informatik, Volkswirtschaftslehre, Soziologie, Medizin und Ethik arbeitet. Der methodenpluralistische Ansatz umfasst quantitative empirische Studien, Labor- und Feldexperimente sowie Meta-Analysen und Sekundärdaten-Analysen.

In der Hochschulbildung wird die Individualisierung, Flexibilität und Mobilität durch digitale Technologien und insbesondere Künstliche Intelligenz (KI) unterstützt. Diese Fortschritte eröffnen neue Perspektiven für Studierende, Lehrende und Verwaltungsmitarbeiter und haben das Potenzial, die Hochschulbildung offener und gerechter zu gestalten. Initiativen wie das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) und Projekt „KI-Lotse“ arbeiten daran, Hochschulen bei der digitalen Transformation zu unterstützen, während bundesweite Programme zur Stärkung der KI-Kompetenzen von Studierenden und Hochschulpersonal bis Ende 2025 entwickelt werden.

Insgesamt sind 54 Vorhaben geplant, die sich über 81 Hochschulen erstrecken und ein Fördervolumen von 130 Millionen Euro nutzen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung von KI-Kompetenzen in der Hochschulbildung, was durch zahlreiche gezielte Projekte, wie das modulare Lehrangebot an der Universität Stuttgart, unterstützt wird.

Prof. Schaum wird somit in einer Zeit des Wandels und der Innovation in der Hochschulbildung Verantwortung übernehmen, die sowohl Herausforderungen als auch Chancen bietet. Seiner Expertise in der digitalen Transformation und im Forschungsdatenmanagement kommt dabei eine zentrale Rolle zu.