Das Studierendenwerk West:Brandenburg hat sich einer umfassenden Integration von Nachhaltigkeit in alle Arbeitsbereiche verschrieben. Besonders in der Hochschulgastronomie wird ein klarer Fokus auf ökologische Belastungen, den verantwortungsvollen Ressourceneinsatz und ein gesundes Speisenangebot gelegt. Die Mensa-Besucher können täglich aus einer Vielzahl von veganen und vegetarischen Gerichten wählen, was besonders angesichts der steigenden Anforderungen an eine nachhaltige Ernährung von Bedeutung ist. Im Jahr 2025 wurden beachtliche 542.474 vegane Portionen ausgegeben.
Einen besonderen Akzent setzt das Studierendenwerk mit dem „Veggie Wednesday“. An jedem Mittwoch wird fleischlos gekocht, und die Gäste können sich auf eine große Auswahl an veganen und vegetarischen Lebensmitteln freuen. Diese Initiativen sind Teil eines umfassenden Plans zur Förderung einer nachhaltigen Verpflegung.
Nahrungsmittelbeschaffung und regionale Kooperationen
Ein weiterer Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie ist der Einkauf von regionalen und saisonalen Produkten. Dies soll nicht nur die Transportwege reduzieren, sondern auch regionale Erzeuger unterstützen. In diesem Zusammenhang kooperiert das Studierendenwerk mit SpeiseGut in Gatow, um frisches, regionales Gemüse zu beziehen.
Die Teilnahme am Projekt „Kantine Zukunft Brandenburg“ hat es dem Studierendenwerk ermöglicht, den Bio-Anteil innerhalb eines Jahres von 2% auf beeindruckende 30% zu steigern. Auch im Jahr 2025 konnte dieser Bio-Anteil beibehalten werden, jedoch ohne offizielle Bio-Zertifizierung.
Nachhaltigkeit im täglichen Betrieb
Ein innovatives Mehrwegsystem mit Relevo, das 2022 eingeführt wurde, ermöglicht es den Gästen, Speisen zum Mitnehmen in wiederverwendbaren Behältern zu erhalten. Bis Ende 2025 konnten dadurch über 43.833 Einwegverpackungen eingespart werden. Zudem beteiligt sich das Studierendenwerk an verschiedenen Kampagnen zur Sensibilisierung für Lebensmittelverschwendung, wie etwa der Initiative „Rettet die Knolle!“. Im Speiseplan werden Kartoffelgerichte mit einem speziellen Kartoffelsymbol hervorgehoben.
Um eine nachhaltige Verpflegung weiter zu fördern, werden auch Schulungen und externe Impulse in Zusammenarbeit mit ProVeg angeboten. Ein zentrales Ziel ist die bedarfsorientierte Produktion, die darauf abzielt, Lebensmittelabfälle zu minimieren.
Technologische Innovationen und Transparenz
Um die Abläufe und die Transparenz weiter zu verbessern, führt das Studierendenwerk digitale Werkzeuge ein, darunter ein neues Warenwirtschaftssystem und digitale Speisepläne. Seit 2024 werden die Gerichte zudem mit einer CO₂-Kennzeichnung versehen, die den CO₂-Fußabdruck in Form eines Ampelsystems anzeigen soll. Dies ermöglicht den Mensagästen eine bewusste Auswahl ihrer Speisen.
Die Gäste der Mensa sind aktiv in den Entwicklungsprozess des Speisenangebots eingebunden: Sie können durch Rückgabe von Geschirr und Feedback zur stetigen Verbesserung der Angebote beitragen. Diese umfassenden Maßnahmen des Studierendenwerks West:Brandenburg zeigen, dass Nachhaltigkeit in der Hochschulgastronomie weit über den traditionellen „Veggie Day“ hinausgeht und eine kontinuierliche, ganzheitliche Entwicklung erfolgt.