Am 16. Juli 2026 hat Dennis Otieno, Forscher an der Stellenbosch University, ein DAAD Research Stay Funding erhalten. Dieses Förderprogramm ermöglicht es ihm, vier Monate in Deutschland zu forschen. Otieno wird dabei Teil der Abteilung für Translationale und Computergestützte Infektionsforschung unter der Leitung von Prof. Dr. Daniel Todt. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf den Wechselwirkungen zwischen klinischen Stämmen des Gelbfiebervirus und dem Impfstamm. Ziel seiner Arbeit ist es, festzustellen, ob dieselben Wirtszellrezeptoren genutzt werden und wie ähnlich die Bindung an diese Rezeptoren ist.

Otienos Forschung kombiniert Virologie, Molekularbiologie und computergestützte Ansätze, um ein besseres Verständnis für die Biologie des Gelbfiebervirus zu erlangen. Durch den Vergleich der Rezeptornutzung zwischen pathogenen Stämmen und dem Impfstamm möchte er Einblicke in die molekularen Mechanismen gewinnen, die den Viruseintritt, die Infektiosität und die Attenuierung des Impfstamms beeinflussen. Diese Erkenntnisse könnten auch zur Verbesserung der Impfstoffentwicklung beitragen, indem sie das Virusverhalten und die Immunantwort gegenüber den Stämmen besser verstehen helfen.

Finanzielle Unterstützung und Aufenthalt

Das DAAD-Stipendium unterstützt nicht nur Otieno, sondern auch andere Wissenschaftler im Rahmen von Kurzzeitforschungsaufenthalten in Deutschland. Für Forscher, die im DAAD Postdoc-NeT-AI Programm ausgewählt wurden, gibt es die Möglichkeit, zusätzliche finanzielle Unterstützung für Aufenthalte zwischen einem und drei Monaten zu beantragen. Diese Finanzierung kann eine Lücke überbrücken, bis eine längerfristige Förderung verfügbar ist.

  • 2.800 EUR pro Monat für Doktoranden.
  • 1.300 EUR pro Monat für nicht promovierte Forscher.
  • Host Institution erhält 3.300 EUR pro Monat.

Zusätzlich erhalten die Forscher eine Reisekostenerstattung und umfassende Versicherungen während ihres Aufenthalts in Deutschland. Voraussetzung ist ein spezifisches Forschungsvorhaben, das in Zusammenarbeit mit einer deutschen Institution durchgeführt wird.

Gelbfieber und seine Bedeutung

Im Rahmen von Otienos Forschung spielt das Gelbfiebervirus eine zentrale Rolle. Dieses Virus ist ein Einzelstrang-RNA-Virus und wird häufig in tropischen Regionen Afrikas und Südamerikas beobachtet. Jährlich gibt es weltweite Schätzungen von bis zu 200.000 Erkrankungsfällen, die zu etwa 60.000 Todesfällen führen können, so die WHO. Die Übertragung des Virus erfolgt primär zwischen Mücken und Affen im Regenwald, der Mensch ist nicht zwingend erforderlich für den Übertragungszyklus.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die klassischen Symptome einer Gelbfiebererkrankung sind unter anderem Fieber, Kopfschmerzen und Übelkeit, und in schweren Fällen kann es zu Blutungen und Nierenfunktionsstörungen kommen. Eine kausale Therapie existiert nicht, weshalb präventive Maßnahmen, wie die Impfung, von großer Bedeutung sind. WHO empfiehlt eine einmalige Impfung für Reisende in Endemiegebiete, mit einer Auffrischung alle zehn Jahre bei fortgesetzter Exposition.

Die Forschung von Otieno könnte entscheidend dazu beitragen, das Verständnis dieser schädlichen Krankheit zu verbessern und letztlich die Anstrengungen zur Bekämpfung des Gelbfiebers zu unterstützen. [news.rub.de] berichtet, dass Otieno hofft, mit seiner Arbeit einen wertvollen Beitrag zur Wissenschaft und zur globalen Gesundheitsversorgung zu leisten.

Zusätzliche Informationen zum Thema Gelbfieber und seiner Bekämpfung sind in den RKI-Ratgebern abrufbar, die auf der Website des Robert Koch-Instituts zur Verfügung stehen [rki.de].

Für weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten können Interessierte sich an das DAAD-Team wenden [daad.de].