TUM Masterclass: Der Schlüssel zur erfolgreichen Unternehmensgründung!
Die Technische Universität München (TUM) setzt neue Maßstäbe in der Verbindung von Studium und Unternehmensgründung. Im Rahmen der TUM Entrepreneurial Masterclass haben Studierende die Möglichkeit, ihre Masterarbeiten dazu zu nutzen, Fragen zur eigenen Unternehmensgründung zu untersuchen. Hierbei werden sowohl die Entwicklung einer Geschäftsidee als auch die Verbesserung bestehender Start-up-Förderungen behandelt. Insgesamt sind bereits rund 80 Start-ups aus diesem innovativen Programm hervorgegangen, welches jüngst mit dem „MöglichMacher 2026 – Bayerischer Hochschulpreis Entrepreneurship“ ausgezeichnet wurde.
Nils Börner, ein Informatik-Student, war zunächst unschlüssig bezüglich seiner Ideen für ein Start-up. Durch die Teilnahme an der Masterclass lernte er, systematisch nach einer Marktnische zu suchen und fand seinen Weg in das Startup Creation Track. Er fokussierte sich auf das Thema überflüssiger Routen in Speditionen. Tim Bernhard, Programmmanager der Masterclass, betont die Relevanz der Masterarbeiten für die Gründerszene, während Prof. Anne Tryba, akademische Direktorin, den hohen wissenschaftlichen Anspruch der Arbeiten hervorhebt. In den ersten sechs Jahren des Programms haben über 500 Teilnehmer zur Unternehmensgründung beigetragen.
Wichtige Erkenntnisse zur Gründungskultur unter Studierenden
Die Bedeutung von Entrepreneurship Education an Hochschulen wird in einer aktuellen Studie deutlich. Diese zeigt, dass ein fester, sichtbarer Ort für Ansprechpartner essentiell ist. Studierende, die in Kontakt mit Entrepreneurship kamen, fühlen sich signifikant ermutigter zur Gründung. Allerdings sind viele, die keinen Zugang zu diesen Kontakten haben, unsicher und wissen oft nicht, an wen sie sich wenden sollen.
Die Studie verdeutlicht auch, dass finanzielle Risiken und die Angst vor dem Scheitern große Hürden für angehende Gründer darstellen. Der Wunsch, die eigene Idee zu verwirklichen, wird dabei als Hauptmotivator für die Unternehmensgründung genannt. Während der finanzielle Erfolg bei männlichen Studierenden an dritter Stelle steht, ist bei Frauen der Wille, Probleme zu lösen oder Produkte zu entwickeln, entscheidend. Dennoch gaben 73% der Studierenden an, die finanziellen Risiken und über 50% die Unsicherheit als Gründe für ihren Gründungsstopp zu nennen.
Zukunftsperspektiven für das Entrepreneurship Education
Die Studie formuliert drei Thesen zur Zukunft der Entrepreneurship Education: Erstens sollte unternehmerisches Denken zur Kernkompetenz aller Studierenden werden, um eine breitere Integration zu fördern. Zweitens wird die Unterstützung von Start-ups an Hochschulen zu einer Erhöhung der Gründungen führen, insbesondere durch Netzwerke. Drittens soll die Förderung von Innovation und unternehmerischem Denken Teil der Hochschulstrategie werden, wodurch Hochschulen als wesentliche Akteure im Innovationsökosystem positioniert werden.
Mit solchen Initiativen wird deutlich, dass Hochschulen wie die TUM eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung junger Unternehmer spielen. Durch die Kombination aus wissenschaftlichem Arbeiten und praxisnahen Ansätzen wird nicht nur die Gründungskultur an den Hochschulen gestärkt, sondern auch die gesamte Wirtschaft von innovativen Ideen und neuen Unternehmen profitieren.
