Am 17. Juni 2026 hat die Leibniz Universität Hannover (LUH) den neuen Forschungsbau „Forum Wissenschaftsreflexion“ eingeweiht. Mit seiner Eröffnung wird ein bedeutender Schritt in den Bereichen Wissenschafts- und Hochschulforschung gesetzt, der die Bedeutung Hannovers als Wissenschaftsstandort unterstreicht. Universitätspräsident Prof. Dr. Volker Epping hob die Relevanz des Neubaus für die Universität und die Forschungsgemeinschaft hervor.

Die neue Einrichtung befindet sich in der Nordstadt an der Straße Im Moore und ist ein Bestandteil der Strategie der LUH, verschiedene Forschungsgruppen zu bündeln. Das Forum wird eines der wenigen Forschungsgebäude für Geistes- und Sozialwissenschaften in den Technischen Universitäten des TU9-Verbunds sein. Hier wird ein interdisziplinärer Austausch zu zentralen Themen wie Klimawandel, Welternährung und Gesundheitsentwicklung gefördert.

Forschung und Architektur

Der neue Forschungsbau bietet eine Nutzfläche von 2.200 Quadratmetern, die Raum für bis zu 142 Personen sowie für Seminarräume und einen Veranstaltungsaal bietet. Der Umbau des Bestandsgebäudes Im Moore 21 ist Teil des gesamten Projekts, das 2023 mit dem Beginn der Rohbauarbeiten startete.

Die Bauzeit betrug insgesamt etwa drei Jahre, nachdem die Grundsteinlegung am 6. Juli 2023 stattfand. Prof. Dr. Epping erklärte zudem, dass der Neubau die internationalen Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der LUH stärken solle. Das Gebäude wurde nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) entworfen, was eine nachhaltige Nutzung gewährleistet.

Baufinanzierung und die Rolle des BMBF

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 19,3 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund etwa 7,37 Millionen Euro, während das Land Niedersachsen knapp 12 Millionen Euro beisteuert, wovon 9,6 Millionen Euro aus dem Programm „zukunft.niedersachsen“ stammen. Diese Förderung steht im Einklang mit der Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), welches die Bedeutung von Wissenschafts- und Hochschulforschung für die Gesellschaft und Wirtschaft betont. Es wird festgestellt, dass Forschung in diesem Bereich zunehmend wichtiger für technologische Innovationen und gesellschaftliche Entwicklungen ist.

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Der Entwurf des Gebäudes stammt von Michel+Wolf Architekten aus Stuttgart. In dem Forum werden mehrere Forschungsgruppen untergebracht, darunter die DFG Kollegforschungsgruppe „SOCRATES“, das Zentrum für Ethik und Recht in den Lebenswissenschaften (CELLS) sowie die Nachwuchsforschungsgruppe „Wissensinfrastrukturen“ der TIB.

Insgesamt ist das „Forum Wissenschaftsreflexion“ ein bedeutender Schritt für die LUH, der nicht nur die Forschungslandschaft bereichern wird, sondern auch die Möglichkeiten für internationale Kooperationen und interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessert.

Zusammenfassend zeigt sich, dass dieser Neubau nicht nur ein akademisches Gebäude ist, sondern auch eine Investition in die Zukunft der Wissenschaft und Forschung in Niedersachsen darstellt. Durch die Bündelung von Kompetenzen im Bereich der Wissenschafts- und Hochschulforschung trägt die Universität aktiv zur Sicherstellung einer leistungsstarken und zukunftsorientierten Forschung bei.

Weitere Informationen sind unter uni-hannover.de, hannover.de und wihoforschung.de zu finden.