Oxaphil aus Dresden: Sächsischer Gründerpreis für innovative Polymere!
Ein neuer Stern am Gründerhimmel von Sachsen erstrahlt: Die Ausgründung Oxaphil der Technischen Universität Dresden wurde mit dem Sächsischen Gründerpreis 2026 in der Kategorie „Newcomer des Jahres“ ausgezeichnet. Damit setzte sich das Team um Dr. Erik Wegener, David Bonnaire, Dr. Laura Fietzke und Leonardo Matassini gegen 116 Mitbewerber durch. Diese Ehrung würdigt die innovative Entwicklung von biokompatiblen Polymeren, die in der Biomedizin, Pharmazie und Materialwissenschaft eingesetzt werden sollen. Das Besondere daran: Die neuartigen Polymerverbindungen, Polyoxazoline (POx), sind nicht nur physikalisch leistungsfähiger, sondern auch chemisch vielseitiger und biologisch verträglicher als herkömmliche Alternativen wie Polyethylenglykol (PEG).
Die Forschung an diesen neuartigen Materialien fand unter der Leitung von Prof. Rainer Jordan an der Professur für Makromolekulare Chemie statt. „Unsere Technologie ermöglicht es, POx als Lösungsvermittler für Pharma- und Kosmetikprodukte im industriellen Maßstab zu nutzen,“ so die Forscher. Unterstützt wurden sie dabei durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie sowie das Gründungsnetzwerk dresden|exists und das TUD|Excellence Center for Innovation, Transfer and Entrepreneurship (TUD|excite).
Anwendungstests und Industriekooperationen
Das Team hat bereits erste Anwendungstests mit dem Industriepartner Dermapurge gestartet, um die Leistungsfähigkeit ihrer Produkte in der Praxis zu überprüfen. „Wir streben an, biokompatible Polymere in relevanten Mengen anzubieten“, erklärt Dr. Wegener. Diese Tests sind entscheidend, um die Herstellungstechnologie weiter zu optimieren und die Möglichkeit zur Skalierung der Produktion zu gewährleisten.
Interessanterweise zeigen erste Ergebnisse, dass die Produkte von Oxaphil die Kerneigenschaften bestehenden Systemen um über 10 Prozent verbessern können. Zudem könnten sie Allergien vorbeugen, da Antikörper gegen PEG oft allergische Reaktionen auslösen. Ziel ist es, POx als leistungsfähige Alternative in der Kosmetik- und Pharmaindustrie zu etablieren.
Gründungunterstützung und Patente
Die Gründung von Oxaphil erhielt einen zusätzlichen Schub durch ein EXIST-Gründungstipendium, das im Jahr 2025 bewilligt wurde. Diese Unterstützung umfasst finanzielle Mittel für bis zu drei Teammitglieder sowie Mittel für Sachausgaben und Coaching. Die TUD ist stolz darauf, die patentstärkste Hochschule Deutschlands zu sein, mit 1.683 angemeldeten Patenten und 301 gegründeten Unternehmen zwischen 2000 und 2022. Dies zeigt die Innovationskraft und den Beitrag zur regionalen Wertschöpfung.
In einer Zeit, in der innovative Geschäftsideen mehr denn je gefragt sind, setzt der Sächsische Gründerpreis ein Zeichen. Oxaphil steht exemplarisch für den Unternehmergeist und die Forschungsstärke der Technischen Universität Dresden. Wie auch deutscher-gruenderpreis.de hervorhebt, trägt die Auszeichnung zur Sichtbarkeit und dem Erfolg von Nachwuchsgründern in Sachsen bei, und Oxaphil ist nun ein leuchtendes Beispiel für die Möglichkeiten, die sich auf diesem Gebiet ergeben.
