Neues Forum für Freiheit: TUM kämpft für demokratische Werte in München!
Die Technische Universität München (TUM) hat ein neues „Forum für Freiheit und Demokratie“ gegründet, um dem sinkenden Vertrauen in die Demokratie entgegenzuwirken. Laut einer Studie der Körber-Stiftung vertrauten im Jahr 2022 nur 45% der Deutschen der Demokratie, was 2023 auf 54% anstieg. Dieses Forum, dessen Sitz sich am Münchner Stammgelände im Stadtteil Maxvorstadt befindet, soll als offene Begegnungs- und Diskursstätte konzipiert werden. Ziel ist die Förderung des gegenseitigen Zuhörens und die Stärkung der demokratischen Bildungs- und Wertevermittlung.
Das Forum bietet eine Vielzahl von Einrichtungen, darunter Veranstaltungs- und Workshop-Flächen, Labore für demokratische Mediengestaltung sowie Dialog- und Seminarräume. Besonders hervorzuheben ist das „Democracy Co-Lab“, das als operatives Herzstück des Forums fungiert. Hier wird politische Bildung als aktives Gestaltungselement verstanden. Prof. Thomas F. Hofmann, Präsident der TUM, unterstreicht die gesellschaftliche Verantwortung der Universität in der Vermittlung von Werten und Bildung weltoffener Persönlichkeiten.
Ein Zentrum für Dialog und Mitgestaltung
Das Forum für Freiheit und Demokratie sammelt Kompetenzen verschiedener Einrichtungen, darunter die TUM School of Social Sciences and Technology und die Hochschule für Politik München. Es zielt darauf ab, Menschen aus Bildung, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zusammenzubringen. Zusätzlich wird das Forum durch Partnerinstitutionen wie das Schulnetzwerk der TUM und die Ludwig-Maximilians-Universität München unterstützt.
Geplante Formate umfassen Werkschauen sowie interaktive Veranstaltungen zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. In diesem Kontext wird auch die Herausforderung betrachtet, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt gerade in Krisenzeiten, etwa während der Flüchtlingskrise, der Coronapandemie oder in Anbetracht geopolitischer Veränderungen, besonders gefährdet ist. Gleichzeitig wird der Zusammenhalt als zentrale Ressource zur Bewältigung dieser Herausforderungen angesehen.
Demokratischer Zusammenhalt als Leitwert
Im Diskurs über gesellschaftlichen Zusammenhalt zeigt sich, dass dieser Begriff inzwischen zu einem politischen Leitwert geworden ist. Der demokratische Zusammenhalt wird als inklusiv definiert und soll die Inklusivität und Intensität von Bindungen in pluralen Gesellschaften fördern. Die TUM setzt mit ihrem Forum an diesem Punkt an, um neue Räume für gegenseitiges Zuhören zu schaffen und die politischen Bildungsinhalte relevant zu gestalten.
Die Notwendigkeit, Kriterien für die Vorzugswürdigkeit bestimmter Zusammenhaltskonzeptionen zu entwickeln, ist eine Herausforderung, die insbesondere in politischen Kontexten und angesichts sozioökonomischer Ungleichheiten relevant wird. Bei der Überwindung solcher Herausforderungen strebt das Forum nicht nur eine Integration, sondern auch eine Offenheit für verschiedene Identitäten und Interessen an.
Ingeborg Pohl, Ehrensenatorin der TUM, wurde für ihr Engagement zur Förderung des Forums gedankt. Das Forum für Freiheit und Demokratie an der TUM ist damit mehr als nur ein weiterer Bildungsträger; es soll einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Demokratie und der gesellschaftlichen Werte leisten.
Für weitere Informationen über die Initiative und deren Ziele, können Sie TUM und BR besuchen. Auch die bpb bietet zusätzliche Informationen zum Thema gesellschaftlicher Zusammenhalt und dessen politischen Dimensionen.
