Am 20. Mai 2026 wird das Neuroimaging Methods Symposium (NEMES) in Göteborg, Schweden, stattfinden. Prof. Dr. Andreas M. Brandmaier von der MSB Medical School Berlin wurde als Keynote-Speaker eingeladen. Das Symposium hat das Ziel, Forschende aus verschiedenen Disziplinen der Hirnforschung zusammenzubringen. Prof. Brandmaier wird seine jüngsten Arbeiten zur Reliabilität und zur Messung individueller Unterschiede von Veränderungen im Gehirn vorstellen. Dabei kommen Strukturgleichungsmodelle zum Einsatz, die für die Diskussion über die gesamte Lebensspanne von zentraler Bedeutung sind.

Das NEMES ist mehr als ein einfaches Treffen von Wissenschaftern. In einem dreitägigen Format werden zentrale methodische Fragen bildgebender Verfahren behandelt. Diese Verfahren sind entscheidend für die Untersuchung der Funktionsweise des Gehirns und bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über innovative und standardisierte Ansätze in der Forschung auszutauschen. Brandmaiers Einladung unterstreicht die internationale Sichtbarkeit der Forschungsmethoden an der MSB und hebt den interdisziplinären Beitrag zur Methodenentwicklung hervor, den er leistet.

Bedeutung bildgebender Verfahren

Bildgebende Verfahren haben sich als unverzichtbar in der Neurowissenschaft etabliert. Sie ermöglichen es Medizinern und Forschern, die Funktionsweise des Gehirns im Detail zu verstehen. Insbesondere die funktionelle Bildgebung spielt eine entscheidende Rolle, da sie zeigt, wie das Gehirn in Echtzeit arbeitet. Verfahren wie funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI), Einzelphotonen-Emissions-Computertomographie (SPECT) und quantitative Elektroenzephalographie (QEEG) sind gängige Methoden in diesem Bereich.

  • Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI): Mittlere räumliche Auflösung, hohe zeitliche Auflösung. Misst Blutfluss mittels Magnetfeld und Radiowellen und liefert detaillierte 3D-Bilder des Gehirns.
  • Einzelphotonen-Emissions-Computertomographie (SPECT): Mittlere räumliche, geringe zeitliche Auflösung. Verwendet radioaktive Tracer zur Beurteilung des Blutflusses, ist jedoch weniger präzise in der Bilddarstellung.
  • Quantitative Elektroenzephalographie (QEEG): Hohe zeitliche, geringe räumliche Auflösung. Misst elektrische Aktivität und bietet Einblick in neuronale Prozesse, ist besonders nützlich bei Erkrankungen wie Epilepsie und ADHS.

Diese Verfahren haben unterschiedliche Stärken und Anwendungen, wodurch sie sich in der funktionellen Neurobildgebung ergänzen. Während fMRI für detaillierte Forschungsanalysen ideal ist, eignet sich SPECT gut für die langfristige Beobachtung von Blutflussdynamiken und QEEG für die Echtzeitüberwachung der elektrischen Aktivität im Gehirn.

Risiken der Bildgebung

Trotz der vielen Möglichkeiten, die bildgebende Verfahren bieten, sind sie nicht ohne Risiken. Während Verfahren wie NIRS, EEG und MEG geringe Risiken aufweisen, birgt die Magnetresonanztomographie (MRT) höhere Risiken. Ältere magnetische Implantate, etwa, können in der MRT zu gefährlichen Situationen führen. Zudem besteht die Gefahr, dass Patient*innen magnetische Gegenstände ins Gerät einführen.

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SPECT und Positronen-Emissions-Tomographie (PET) sind mit noch größeren Risiken verbunden, da diese Verfahren Radionuklide verwenden. Dadurch sind Patient*innen sowohl extern als auch intern der Strahlung ausgesetzt. Die Anwendung solcher Verfahren bei Kindern sorgt für besondere ethische Überlegungen. Einige Forschende befürworten eine spielerische Einbindung in die Forschung, wenn dies einen erheblichen Erkenntnisgewinn verspricht, während andere die Risiken für die Minderjährigen als inakzeptabel ansehen.

Zusammengefasst verdeutlicht das bevorstehende NEMES-Symposium die wichtige Rolle, die bildgebende Verfahren in der Hirnforschung spielen. Die Diskussion über innovative Ansätze und Methoden wird nicht nur zur Verbesserung der wissenschaftlichen Grundlagen beitragen, sondern auch zur Entwicklung neuer Standards in der Forschung.

Für weitere Informationen zu den bildgebenden Verfahren bezüglich ihrer Risiken und Möglichkeiten siehe auch die umfassende Analyse von drze.de sowie die detaillierte Übersicht über moderne Bildgebungsmethoden von neurocaregroup.com.

Das NEMES 2026 wird somit ein bedeutendes Forum für die Weiterentwicklung in der Neurowissenschaft und die Etablierung neuer wissenschaftlicher Standards sein.