Am 20. Mai 2026 kündigt die Europa-Universität Viadrina eine wichtige Konferenz an. Die Veranstaltung mit dem Titel „Europäisierung des Verfassungsrechts – eine deutsch-polnische Perspektive“ findet am Dienstag, den 23. Juni 2026, im Logensaal der Universität in Frankfurt (Oder) statt. Diese Konferenz zielt darauf ab, den Einfluss des europäischen Rechts auf das nationale Verfassungsrecht zu beleuchten und die sich daraus ergebenden Grenzen zu diskutieren.
Mit der Keynote-Sprecherin Prof. Dr. Gesine Schwan wird eine anerkannte Expertin auf diesem Gebiet erwartet. Der Fokus der Konferenz liegt insbesondere auf der Souveränität in den EU-Staaten, inklusive Themen wie Justiz-, Verteidigungs-, Haushalts-, Finanz- und Medienverfassung. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos, wobei eine Simultanübersetzung in Deutsch und Polnisch bereitgestellt wird.
Ablauf der Konferenz
Das Programm der Veranstaltung ist vielfältig gestaltet:
- 10:00 Uhr: Einführung von Dr. Mathias Honer
- 10:15 Uhr: Keynote von Prof. Dr. Gesine Schwan
- Vortrags- und Diskussionsrunde: „Grund und Grenzen der Europäisierung des Verfassungsrechts“ mit renommierten Wissenschaftlern wie Prof. Dr. Peter M. Huber und Prof. Dr. hab. Robert Grzeszczak
- Nachmittags: Diskussion zur Europäisierung der Justizverfassung, moderiert von Dr. Robert Böttner
- Podiumsdiskussion: Zu Verteidigung, Finanzen, Haushalt und Medien mit verschiedenen Experten, moderiert von Dr. Sophia Paulini
- Ausblick: Zur Ausbildung eines gemeineuropäischen Verfassungsrechts von Prof. Dr. Markus Kotzur
Die Konferenz wird durch die Unterstützung der Dombert Rechtsanwälte, der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit ermöglicht. Interessierte müssen sich bis Montag, den 1. Juni 2026, per E-Mail an evr@europa-uni.de anmelden, um an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können.
Kontext der Europäisierung
Die Diskussion über die Europäisierung des Verfassungsrechts ist besonders relevant in der aktuellen politischen Zeit. Laut einem Bericht des Bundestages wird deutlich, dass die Einflüsse von EU-Recht auf nationale Rechtssysteme immer komplexer werden und Fragen der Souveränität sowie institutionelle Spannungsverhältnisse thematisiert werden müssen. In der Wissenschaft, wie auch in der Politik, ist ein Verständnis dieser Dynamiken unerlässlich, um die Auswirkungen auf die Rechtsordnungen der Mitgliedstaaten richtig einordnen zu können. Diese Konferenz wird nicht nur den Dialog zwischen deutschen und polnischen Expertinnen und Experten fördern, sondern auch die Öffentlichkeit in diese wichtigen Debatten einbeziehen.
Für Journalisten stehen weitere Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung unter presse@europa-uni.de. Die Europa-Universität Viadrina freut sich auf einen inspirierenden Austausch zu einem Thema von großer aktueller Bedeutung.