Die Philipps-Universität Marburg beteiligt sich aktiv am bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“, der darauf abzielt, Zeichen für Klimaanpassung und nachhaltige Stadtentwicklung zu setzen. Am 23. April 2026 wurde dabei eine zuvor versiegelte Fläche am Pilgrimstein erfolgreich entsiegelt und bepflanzt. Diese Aktion zog etwa 30 Helfer*innen an, darunter Studierende, Auszubildende und Mitarbeiter*innen der Universität, die gemeinsam an der ökologischen Umgestaltung mitwirkten. uni-marburg.de berichtet, dass die Arbeit an der Fläche bereits Ende März begann, als das versiegelte Pflaster- und Belagsmaterial zurückgebaut wurde.

Das Ziel dieser Vorbereitungsarbeiten war es, den Boden freizulegen und ökologisch aufzuwerten. Eine bessere Versickerung von Regenwasser sowie die Entwicklung neuer Grünstrukturen standen im Fokus. Während der Pflanzaktion konnten die Teilnehmenden des Projekts nicht nur praktische gärtnerische Erfahrungen sammeln, sondern auch direkt Fragen zur Auswahl der Pflanzenarten und deren Pflege stellen. Unterstützt wurde die Initiative vom Green Office der Philipps-Universität und dem Botanischen Garten Marburg, die bei der Planung und fachlichen Anleitung halfen.

Ökologische Vorteile und Biodiversität

Der Wettbewerb „Abpflastern“ verfolgt das Ziel, versiegelte Flächen in Städten zu entsiegeln und die ökologischen Bodenfunktionen wiederherzustellen. Entsiegelte Flächen sind in der Lage, Wasser zu speichern, die Umgebung zu kühlen und die biologische Vielfalt zu fördern. Diese Maßnahmen sind nicht nur für die Stadt Marburg von Bedeutung, sondern reißen auch eine breitere Diskussion über naturbasierte Lösungen (NbS) in der Stadtplanung an.

Grünflächen wie Parks, Wälder und aufgewertete Brachflächen tragen dazu bei, die Luft- und Oberflächentemperaturen in urbanen Gebieten zu senken und mindern den städtischen Hitzeinseleffekt. Städte wie Wien haben im Rahmen ihrer Urban Heat Island Strategy zahlreiche naturbasierte Lösungen implementiert, um die negativen Auswirkungen städtischer Hitze zu bekämpfen. So werden Straßen und Freiflächen begrünt, während Brachflächen in „städtische Wildnis“ umgewandelt werden, um das Klima zu verbessern. umweltbundesamt.de hebt hervor, dass die Pflanzung von Stadtbäumen und Gehölzen auch den Regenwasserabfluss bei Starkregen verringert.

Die positive Wirkung dieser Maßnahmen wird durch mehrere Städte belegt. Leipzig beispielsweise erweitert mit seinem Straßenbaumkonzept Leipzig 2030 den Baumbestand, um eine grüne Infrastruktur zu schaffen. Die Rückführung von versiegelten Flächen fördert diese Lösungen zur Regulierung des Wasserhaushalts und zur Steuerung des Oberflächenabflusses.

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Insgesamt verdeutlicht die Beteiligung der Philipps-Universität Marburg am Wettbewerb „Abpflastern“ nicht nur den Einsatz für eine nachhaltige Stadtentwicklung, sondern auch die Notwendigkeit, die Interessen der Natur und der urbanen Lebensräume in den Mittelpunkt zu stellen. Mit gemeinsamen Kräften wird ein aktiver Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel geleistet, der dazu beitragen kann, sowohl ökologischen als auch sozialen Nutzen für die Stadtgesellschaft zu schaffen.