Am 6. Juli 2026 veröffentlicht der Podcast „Innenwelt – Der Psychologie-Podcast“ mit Prof. Emanuel Jauk-Frank eine neue Folge, die unter dem Titel „Dunkle Triade: Warum uns Narzissten so beschäftigen“ steht. In dieser Episode, moderiert von Verena Cappell, werden die psychologischen Phänomene und Probleme behandelt, die mit der Dunklen Triade der Persönlichkeit verbunden sind. Der Podcast ist auf ARD Sounds und anderen Podcast-Plattformen verfügbar. Ziel ist es, die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen abzubauen und neue Anreize zur Reflexion und Lösungsfindung zu bieten.

Die Dunkle Triade umfasst drei Persönlichkeitsmerkmale: Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie. Diese Begriffe wurden von den kanadischen Psychologen Delroy Paulhus und Kevin Williams geprägt. Sie bezeichnen keine klinischen Diagnosen, sondern ein populärwissenschaftliches Konzept, das Verhalten beschreibt, das in sozialen Beziehungen negativ wirken kann. Narzissmus beispielsweise zeigt sich in einem übersteigerten Selbstwertgefühl und einem hohen Anspruchsdenken, während Machiavellismus von manipulativen Tendenzen geprägt ist. Psychopathie wiederum ist charakterisiert durch rücksichtslose Verhaltensweisen und eine geringe emotionale Empathie.

Die Eigenschaften der Dunklen Triade

Gemeinsam ist den Merkmalen der Dunklen Triade eine emotionale Kälte und Rücksichtslosigkeit. Menschen, die in diesen Eigenschaften hohe Werte aufweisen, neigen zu sozial unverträglichem und ethisch fragwürdigem Verhalten. Besonders in beruflichen Kontexten können Führungskräfte mit solchen Merkmalen destruktiv agieren, was Auswirkungen auf die Mitarbeitenden und das Arbeitsklima hat. Die Dunkle Triade ist kein festes Selbstbild, sondern beschreibt kontinuierliche Persönlichkeitsmerkmale, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Bei extremen Ausprägungen können sie tatsächlich zu Störungen führen.

Die Relevanz der Dunklen Triade erstreckt sich besonders in der Arbeitspsychologie. Es zeigt sich, dass viele Führungskräfte überdurchschnittlich hohe Werte in diesen Eigenschaften aufweisen. Die Umgebung dieser Personen leidet oft unter deren Verhalten, besonders wenn es um Rücksichtslosigkeit gegen die Gefühle anderer geht. Veränderungsbereitschaft in diesen Fällen tritt häufig erst bei eskalierenden Situationen auf, weshalb der Umgang mit Betroffenen herausfordernd ist.

Umgang und Bewältigungsstrategien

Coaching kann in Fällen von geringer Ausprägung hilfreich sein, während bei stärkeren Werten eine Psychotherapie ratsam ist. Menschen mit dunklen Eigenschaften zeigen jedoch oft eine geringe Bereitschaft zur Veränderung. Ein unauffälliges Verhalten kann aggressiven Reaktionen vorbeugen, und in einigen Fällen könnte sogar eine Trennung zur Erhaltung der eigenen psychischen Gesundheit sinnvoll sein.

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Zusätzlich gibt es eine „helle Triade“, beschrieben von Scott Barry Kaufman, die positive Eigenschaften umfasst. Dazu zählen Kantianismus, Humanismus und der Glaube an das Gute im Menschen. Das Bewusstsein für diese positiven Alternativen kann helfen, das Bild von Persönlichkeit und Verhalten weiter zu differenzieren und aufzuzeigen, dass trotz dunkler Eigenschaften auch positive Anteile bestehen können.

Die Erkenntnisse zu dieser Thematik sind nicht nur faszinierend, sondern auch wichtig für das Verständnis von Psychologie im alltäglichen Leben. Der Podcast von Prof. Emanuel Jauk-Frank bietet einen wertvollen Zugang zu diesen komplexen Ideen.