Am 23. April 2026 wurde in Leipzig die Preisverleihung der Deutschen Bundesbank für herausragende wirtschaftswissenschaftliche Arbeiten der Technischen Universität Chemnitz durchgeführt. Diese Auszeichnung würdigt die besten Arbeiten aus den Jahren 2024 und 2025, die einen relevanten Bezug zur Tätigkeit der Bundesbank aufweisen. Themen wie Geldpolitik, die Stabilität des Finanz- und Währungssystems sowie die Bankenaufsicht standen im Mittelpunkt der ausgezeichneten Arbeiten.
Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch eine Jury, die sich aus Mitgliedern der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Vertretern der Bundesbank zusammensetzte. Von der TU Chemnitz wirkten dabei Prof. Dr. Stefan Hüsig, Prof. Dr. Silke Hüsing, Prof. Dr. Jochen Hartwig und Prof. Dr. Tony Klein in der Jury mit, die die Qualität und Relevanz der eingereichten Arbeiten bewertete.
Preisträger der Jahre 2024 und 2025
Die folgenden Preisträger wurden in den jeweiligen Kategorien ausgezeichnet:
- Preisträger 2025:
- Christopher Zettler, MSc. – Masterarbeit (1.250 Euro): „Harnessing News for Stock Market Predictions – How Effective Is Latent Dirichlet Allocation as a Predictive Tool“ (Gutachter: Prof. Dr. Torsten Heinrich).
- Eric Geßwein, MSc. – Masterarbeit (1.250 Euro): „Nachhaltigkeitsbewertung: Erarbeitung eines Nachhaltigkeitsbewertungskonzeptes für börsennotierte Mittelstandsunternehmen in Deutschland“ (Gutachter: Prof. Dr. Michael Hinz).
- Nachträglich ausgezeichnete Arbeiten 2024:
- Simon Kunze, MSc. – Masterarbeit (2.500 Euro): „A Meta-Analysis on Energy Price Elasticity of Demand: Insights on Energy Sources used for Heating and Cooling“ (Gutachter: Prof. Dr. Sebastian Gechert).
- Dr. Daniel Kopp – Dissertation (3.000 Euro): „Kreditanalyseverfahren privater Kreditfonds“ (Gutachter: Prof. Dr. Friedrich Thießen).
Weitere Informationen zu den prämierten Arbeiten und dem Auswahlprozess sind bei Prof. Dr. Tony Klein erhältlich, der unter der E-Mail-Adresse finance@wiwi.tu-chemnitz.de kontaktiert werden kann.
Neuer Preis für Abschlussarbeiten
Zusätzlich zu den bereits erwähnten Auszeichnungen wird auch ein neuer Preis von der Deutschen Bundesbank, in Zusammenarbeit mit der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität Dresden, verliehen. Dieser richtet sich an herausragende wirtschaftswissenschaftliche Abschlussarbeiten, besonders an Master-, Diplomarbeiten sowie Dissertationen, die einen Bezug zu den Aufgaben der Bundesbank haben. Themen wie Geldpolitik, Finanz- und Währungssystem sowie Bankenaufsicht sind hier von hoher Relevanz.
Das Preisgeld beträgt bis zu 2.500 Euro für Master- und Diplomarbeiten und bis zu 5.000 Euro für Dissertationen. Um sich für diesen Preis zu qualifizieren, müssen die Abschlussarbeiten zwischen Juni 2025 und Juni 2026 abgeschlossen und mit sehr guten Ergebnissen bewertet werden. Dissertationen sollten idealerweise mit der Note „summa cum laude“ ausgezeichnet sein.
Vorschläge zur Auszeichnung müssen durch die betreuenden Personen der Arbeiten eingereicht werden. Die Einreichungsfrist endet am 30. Juni 2026. Hierfür sind mehrere Unterlagen erforderlich, darunter ein Exemplar der Arbeit und ein Gutachten zur Arbeit. Die Auswahlgremien, bestehend aus Prof. Dr. Stefan Eichler, Prof. Dr. Lars Hornuf und Prof. Dr. Christian Leßmann, entscheiden über die Preisträger, wobei die Deutsche Bundesbank ein Vetorecht hat.
Die Bekanntgabe und weitere Details zu den Einreichungen sind auf der Webseite der Universität zu finden. So können die besten kreativen und wissenschaftlichen Köpfe gefördert und in der akademischen Welt sichtbar gemacht werden.